v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
Bethel-Euro

Von der Bethel-Mark zum Bethel-Euro

Bundesweit einmalig: Einkaufen und Bezahlen mit Bethel-Geld.
Bundesweit einmalig: Einkaufen und Bezahlen mit Bethel-Geld.

Der Bethel-Euro wird 10 Jahre

Mit dem Euro kam auch der Bethel-Euro. Zehn Jahre ist es nun her, dass die neue "Währung" das bis dato gültige Bethel-Geld ablöste. Genau am 1. März 2002 ging der erste Bethel-Euroschein über die Ladentheke. Hintergrund der "Währungsreform" in Bethel war die Umstellung von D-Mark auf Euro zum Jahresbeginn 2002. Da die Warengutscheine ein besonderer Teil in Bethels Geschichte und bundesweit einmalig sind, war früh klar, dass die Gutscheine auch nach der Einführung des Euros bestehen bleiben sollten. Zum Jahreswechsel 2001/2002 wurde der Bethel-Euro im Wert von 500.000 Euro gedruckt.

 

Die Bethel-Warengutscheine in neuem Design.
Die Bethel-Warengutscheine in neuem Design.

Die sieben Scheine des Bethel-Euro zu 50 Cent, 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Euro unterscheiden sich farblich und bilden Gebäude der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ab. Dargestellt werden zum einen geschichtsträchtige Gebäude Bethels, wie das Mutterhaus Sarepta oder das Pförtnerhäuschen, zum anderen Bauwerke, die für die moderne Entwicklung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen stehen, etwa die Mamre-Patmos-Schule. Die Scheine unterscheiden sich damit deutlich von dem eher schlichten Design des früheren Bethel-Geldes. Entworfen wurde der Bethel-Euro im Dankort in Bielefeld-Bethel.

 

Muster-Geldschein aus dem Jahr 1908.
Muster-Geldschein aus dem Jahr 1908.

Die Geschichte des Bethel-Geldes geht bis ins Jahr 1908 zurück. Zu dieser Zeit wurde zum ersten Mal Bethel-Geld als Warengutschein ausgegeben. Das Bethel-Geld sollte einen Anreiz zum Einkauf in Geschäften der Ortschaften schaffen und damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen sichern. Schließlich bekommen alle Mitarbeiter, Bewohner, Betreute und Beschäftigte, die damit bezahlen, einen fünfprozentigen Einkaufsvorteil in Bethel. Die Idee, die Menschen zum Kauf in den örtlichen Betrieben zu motivieren, geht sogar noch weiter zurück. Bereits vor Einführung des Bethel-Geldes gab es Quittungsbücher, auf die zum Jahresende eine Beteiligung am Umsatz der Betheler Geschäfte ausgezahlt wurde. Die finanzielle Beteiligung bewirkte den gewünschten Effekt, die internen Umsätze anzukurbeln.  Die wirtschaftliche Bedeutung der Bethel-"Währung" ist allerdings in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen.

© 2017 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel