v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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100 Jahre Handweberei Bethel

Ausstellung "FadenSpielereien"

 

Zum 100-jährigen Bestehen der Handweberei Bethel findet vom 15. September bis 27. Oktober eine Ausstellung in der Historischen Sammlung, im Dankort – dort wird die Entwicklung ab 1975 gezeigt - und in der Handweberei statt. In der Handweberei kann man die heutige Arbeitsatmosphäre erleben. Außerdem gibt es Lesungen und besondere Aktionen zum Mitmachen. Die Ausstellung wird am 15. September um 15 Uhr in der Historischen Sammlung; Kantensiek 9, von Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl eröffnet.

 

Die Handweberei hat ihren Ursprung in der Webeschule Bethel, die Julia von Bodelschwingh 1913 gründete. Die Idee brachte die Frau des Anstaltsleiters Fritz von Bodelschwingh aus Schweden mit. Sie hatte in Berlin Malerei studiert und wollte das Arbeitsspektrum der Bewohner durch kreative Tätigkeiten erweitern. Mit einem Webstuhl in der eigenen Küche begann sie. Bis Anfang der 1930er-Jahre wuchs die Zahl der Webstühle in verschiedenen Pflegehäusern auf 100 an.

 

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1931 wurde die Handweberei aus dem Bereich der Handwerksbetriebe ausgegliedert und als „Krankenbeschäftigungsstelle“ an den Standorten Ebenezer und Heilstatt sowie in einer Holzbaracke am Haus Heilgarten weitergeführt. Im Jahr 1934 holte Julia von Bodelschwingh die Bauhaus-Künstlerin Benita Koch-Otte nach Bethel, die die Handweberei bis 1957 leitete. Seit 1975 befindet sich die Handweberei neben dem Dankort am Quellenhofweg, als Bereich der Abteilung „Kunsthandwerk“ im Stiftungsbereich proWerk.

 

Rund 50 Menschen mit einer Behinderung oder einer psychischen Beeinträchtigung, auch immer mehr Menschen mit einem besonderen Betreuungsbedarf, sind in der Handweberei beschäftigt. „Die einen weben zehn Zentimeter am Tag, die anderen schaffen ein bis zwei Meter“, sagt die Diplom-Textildesignerin Cornelia Krüger-Schütte. Sie leitet die Handweberei seit 26 Jahren. „Es ist für uns ein Spagat, auf der einen Seite die Arbeit so zu gestalten, dass der Leistungsdruck den anfalls- und psychisch kranken Beschäftigten nicht schadet, und auf der anderen Seite ein wirtschaftlich gutes Ergebnis zu erzielen.“

 

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In der Handweberei Bethel entstehen hochwertige Textilien für den Haushalt, wie Geschirrtücher, Tischläufer und Tischsets, Schürzen, Kissen und Wolldecken. Die Stoffe, die die Beschäftigten auf den Webstühlen fertigen, werden in der Näherei weiterverarbeitet. Ebenso erstellt der Nähbereich der Handweberei aus zugekauften Stoffen Eigenprodukte und übernimmt auch Lohnaufträge. „Für einen Internetverkäufer stellen wir zum Beispiel Körnerkissen her“, so Cornelia Krüger-Schütte. Zurzeit macht die Designerin für die Zionsgemeinde in Bielefeld-Bethel Entwürfe für Paramente. Die sakralen Bildgewebe sind für die Zionskirche bestimmt. Aufträge für Paramente kommen aus ganz Deutschland in die Handweberei Bethel.

 

Download Flyer (PDF)

 

 

Ausstellungsdauer:
15. September bis 27. Oktober 2013

Vernissage:
Sonntag, 15. September, 15 Uhr in der Historischen Sammlung

Ausstellungsorte:

  • Historische Sammlung , Kantensiek 9, 33617 Bielefeld
  • Dankort-Halle, Quellenhofweg 25, 33617 Bielefeld
  • Handweberei, Quellenhofweg 27, 33617 Bielefeld
 
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