v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
Geschichte der Epilepsie in Bethel

Die Anfänge: Bethel und die Epilepsie

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Bromsalze in der medikamentösen Therapie von epilepsiekranken Menschen eingeführt. Doch das neue „Wundermittel“ brachte erhebliche Nebenwirkungen mit sich. Selbst anfallsfreie Personen waren durch die beruhigende Wirkung des Broms in ihrer Reaktionsfähigkeit so weit eingeschränkt, dass sie keine Arbeit fanden und somit ohne ausreichendes Einkommen an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Viele suchten daraufhin erneut Hilfe in Bethel.

"Wundermittel" mit Nebenwirkungen: Bromsalz

Das ursprüngliche Konzept, Menschen mit Epilepsie in einer „Heilanstalt“ zu behandeln und nach ihrer Genesung zu entlassen, konnte mit den beschränkten medizinischen Möglichkeiten nicht verwirklicht werden. Eine langfristige Lösung musste gefunden werden.

Daher setzte Friedrich v. Bodelschwingh durch, dass die Anstalt kolonieartig ausgebaut wurde, damit Menschen mit Epilepsie dauerhaft einen Platz zum Leben und Arbeiten fanden, an dem sie sich „nach Maß ihrer Gaben und Kräfte“ einbringen konnten. Die Anstalt Bethel wuchs zu einer Ortschaft an, in der die Bewohner ihr ganzes Leben verbringen konnten und in der es alles gab, was auch zu einem „normalen“ Ort gehörte: Wohnhäuser, Betriebe, eine Kirche, eine Post, ein Krankenhaus, verschiedene Freizeiteinrichtungen und vieles mehr.

Das erste Haus: Alt-Ebenezer

Dass das Konzept erfolgreich war, zeigt die ständig steigende Zahl der in Bethel betreuten Personen mit Epilepsie, die von 24 im ersten Jahr des Bestehens auf 2294 im Jahre 1910, dem Todesjahr Bodelschwings, anstieg.

Mehr zur Geschichte der Epilepsieversorgung in Bethel:

Bethel historisch/Epilepsie

 
© 2018 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel