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Digitaler Mitbewohner als Kompass für den Alltag

Das Projekt „Kompass“ entwickelt von 2015 bis 2018 sozial kooperative virtuelle Assistenten als Tagesbegleiter für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Digitale Helfer sollen die Nutzer durch den Alltag lotsen. Dazu gehört nicht nur die Organisation von Terminen. Die Tagesbegleiter sollen auch dazu beitragen, dass ihre Nutzer nicht sozial isoliert sind. Darum unterstützen sie die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen per Videotelefonie oder erinnern daran, sich bei Freunden und Bekannten zu melden. Zentrales Ziel ist es, dass der virtuelle Assistent frühzeitig und einfühlsam den Zustand des Nutzers – zum Beispiel Verwirrung, Unverständnis oder Skepsis – erkennt und darauf reagiert.

Das Aussehen des Avatars lässt sich anpassen, etwa im Geschlecht oder Alter, so dass es den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht. Für das Projekt arbeiten CITEC und Bethel mit der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Bielefeld zusammen. Die Forscher gehen auch ethischen und juristischen Fragen nach: Wie sehr darf ein technischer Assistent eingreifen, ohne zu bevormunden? Welche Daten darf er speichern? Welche haftungsrechtlichen Fragen ergeben sich?

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