v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen

Sichere Diagnose und Forschung für bessere Therapie im Epilepsie-Zentrum Bethel

Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten

Das neue 3-Tesla-Magnetresonanztomographie-Gerät (auch MRT oder Kernspin genannt) wurde am Epilepsie-Zentrum Bethel im September in Betrieb genommen. Es ist das einzige MRT-Gerät in Deutschland, das insbesondere Menschen mit Epilepsie zugute kommt – und das erste MRT dieser Stärke im Raum Bielefeld. Ziel dieser wichtigen, aber schonenden Untersuchung des Kopfes ist der immer genauere Nachweis der Ursachen und Folgen einer Epilepsie und damit der noch erfolgreicheren Behandlung dieser ernsten Erkrankung.

Für die Anschaffung des neuen Gerätes haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel rund 2 Millionen Euro investiert. Seit vier Wochen ist das neue Untersuchungsgerät jetzt im Epilepsie-Zentrum Bethel im Einsatz und die bisherigen Erfahrungen damit belegen deutlich verbesserte Diagnosemöglichkeiten.

 

Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten
Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten
Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten

Das MRT ist auch ein wichtiger Bestandteil der Forschungsanstrengungen am Epilepsie-Zentrum Bethel. In den vergangenen 12 Jahren hat ein Team aus Neurologen, Psychologen, medizinisch technischen Assistentinnen und Physikern erfolgreich international beachtete MRT-Forschung für Patienten mit Epilepsie in Bethel durchgeführt. Bisher wurde ein 1,5-Tesla-Gerät genutzt. Diese Arbeit soll nun mithilfe des neuen und stärkeren MRT fortgesetzt werden – auch in Kooperation mit der Universität Bielefeld. Dabei werden die Schwerpunkte

„chirurgische Epilepsiebehandlung von Kindern und Erwachsenen“,

„entzündliche Ursachen der Epilepsie“ und

„neurologische und psychologische Folgen der Epilepsie“

eine große Rolle spielen.

Die bessere Bildqualität durch das neue 3-Tesla-MRT wird den im Epilepsie-Zentrum Bethel versorgten Patientinnen und Patienten mit Epilepsie nutzen, die aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland nach Bethel kommen. Pro Jahr werden ungefähr 2000 Kinder und Erwachsene mit Epilepsie in der MRT-Abteilung im Krankenhaus Mara untersucht. Diese Patienten profitieren von den schärferen Bildern des neuen Gerätes und auch davon, dass die Untersuchung wegen der fühlbar größeren Weite der Untersuchungsöffnung jetzt als angenehmer empfunden werden kann.

Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten
Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten
Erster 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für Epilepsiepatienten

Rund ein Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung leidet an Epilepsie. Die Krankheit Epilepsie steht seit der Gründung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel 1867 im Mittelpunkt der diakonischen Arbeit Bethels. Damals wurden im Haus Ebenezer die ersten 3 epilepsiekranken Jugendlichen in die „Rheinisch-Westfälische Anstalt für Epileptische“ aufgenommen. Heute stehen das Epilepsie-Zentrum Bethel und das Epilepsie-Zentrum Berlin Brandenburg für hochmoderne Epilepsiediagnostik

und -therapie und gehören zur Spitzengruppe  entsprechender Angebote in Europa. Das Spektrum der Arbeit reicht unter anderem von klinischer Behandlung über medizinische Rehabilitation, Ausbildung und berufliche Rehabilitation, Wohnangebote, bis hin zu Forschung und Schulungsangeboten sowie der Beratung von Angehörigen. Im Epilepsie-Zentrum Bethel wurden im Jahr 2010 rund 10 000 Patientinnen und Patienten behandelt und im Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg rund 6 700, stationär und ambulant. 

Ursache für eine Epilepsie  - eine Funktionsstörung des Gehirns - können eine angeborene Schädigung des Gehirns, Tumorerkrankungen, Entzündungen, Schlaganfälle, Kopfverletzungen und vieles mehr sein. Die Epilepsie zählt heute zu einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen.



Fotograf: Paul Schulz

© 2018 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel