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Die ersten Zivildienstleistenden Deutschlands

„Blick in das wahre Leben“

Am 10. April 1961 wurde in Bethel Zivildienstgeschichte geschrieben. Damals begannen die ersten 26 Zivildienstleistenden Deutschlands ihren Dienst in dem diakonischen Unternehmen. In Bielefeld-Bethel wird sich auch der Kreis schließen zwischen den ersten und einigen der letzten Zivildienstleistenden.

Heute engagieren sich noch 54 junge Wehrersatzdienstleistende in den unterschiedlichsten Bethel-Einrichtungen. Mit zeitweise bis zu 350 Zivildienstleistenden war Bethel eine der größten Zivildienst-Einrichtungen bundesweit. Die meisten empfanden ihre Zeit in Bethel als wertvolle und prägende Erfahrung, als „Blick in das wahre Leben“. Egal ob im Umgang mit oder in der Betreuung von behinderten, alten, kranken oder benachteiligten Menschen – Zivildienstleistende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel erlebten ihren Dienst als persönliche Bereicherung und wichtigen Zugang zu bedürftigen Menschen.

Bethel hat sich vorzeitig auf ein mögliches Ende des Zivildienstes eingestellt und bietet seit zehn Jahren das „Betheljahr“ als Freiwilliges Soziales Jahr an. Es ähnelt bereits dem zukünftigen Bundesfreiwilligendienst. Das „Betheljahr“ wird beide Freiwilligendienste integrieren. Im laufenden Jahr nehmen 285 junge Frauen und Männer am „Betheljahr“ teil – die Nachfrage an dem Angebot ist größer als die zur Verfügung stehenden Plätze. Darum wird die Zahl der Plätze weiter gesteigert.

Da Bethel auch in Zukunft nicht auf die Unterstützung und das Engagement junger Menschen verzichten will, haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel frühzeitig das alternative Modell entwickelt. „Bethel braucht weiterhin jugendlichen Schwung und die Innovationskraft junger Menschen“, würdigt Pastor Ulrich Pohl die „große Bedeutung nicht nur für die Einrichtungen, sondern auch für unsere Gesellschaft“. Hier werde ein bedeutender Beitrag zum deutschen Sozialwesen geleistet. Den jungen Leuten wird im „Betheljahr“ neben einem sozialen Engagement auch berufliche Orientierung geboten. Ihre soziale Intelligenz wird durch den engen Umgang mit hilfebedürftigen Menschen gefördert.

Im April 2001 wurde in Bethel mit der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann und dem früheren Diakonie-Präsidenten Pfarrer Jürgen Gohde (r.) das 40-jährige Bestehen des Zivildienstes in Deutschland gefeiert unter dem Motto „Vom Drückeberger zum Lieblingskind der Nation“. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Bethels, Pastor Friedrich Schophaus (l.), begrüßte die Politikerin in Bethel.

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