v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Dienstag, 30. August 2011

Mechthild Dykmans besucht Bethel-Suchtklinik in Bassum

Engagiert im Gespräch: Mechthild Dykmans.

Engagiert im Gespräch: Mechthild Dykmans.

Der Landtagsabgeordneter Hans-Werner Schwarz (von links) und Mechthild Dykmans informierten sich in der Fachklinik Bassum bei „Bethel im Norden“-Geschäftsführerin Luise Turowski und Gunther Eichstädt.

Der Landtagsabgeordneter Hans-Werner Schwarz (von links) und Mechthild Dykmans informierten sich in der Fachklinik Bassum bei „Bethel im Norden“-Geschäftsführerin Luise Turowski und Gunther Eichstädt.

Bundesdrogenbeauftrage setzt auf Prävention und Früherkennung

Rund 1,3 Millionen Menschen sind in Deutschland alkoholkrank. Doch für die Therapie von Suchterkrankungen gibt es ein gut ausgebautes Hilfesystem, so Mechthild Dykmans, seit 2009 Drogenbeauftragte der Bundesregierung. „Allerdings erreichen wir die betroffenen Menschen nicht so, wie es eigentlich sein sollte“, mahnte die Politikerin bei ihrem Besuch in der zum Unternehmensbereich „Bethel im Norden“ gehörenden Fachklinik Bassum an. Im Durchschnitt vergehen zehn oder noch mehr Jahre, bis sich alkoholkranke Menschen in Behandlung begeben.

Zustimmung erfuhr Mechthild Dykmans von Gunther Eichstädt, dem ärztlichen Leiter der niedersächsischen Fachklinik mit ihren 66 Behandlungsplätzen für suchtkranke Menschen: „Bevor sich ein Patient das erste Mal so richtig mit seiner Alkoholsucht auseinandersetzt, ist nach dieser langen Zeit schon häufig eine Chronifizierung eingetreten. Auch das soziale Umfeld und der Arbeitsplatz sind zu diesem Zeitpunkt in Gefahr oder bereits verloren gegangen“, schildert der Betheler Suchtexperte seine Erfahrung.

Bei ihrem Besuch forderte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass sich bereits angehende Ärzte mehr mit der großen Bandbreite der Suchtmedizin auseinandersetzen müssen. Der praxisorientierte Ansatz der Betheler Suchthilfeeinrichtung in Niedersachsen stieß bei der FDP-Politikerin auf volle Zustimmung: „Ich finde es gut, wenn man auf Prävention, Vernetzung, Früherkennung und gemeinsame Angebote im Sinne des Patienten setzt.“

Auch die enge Kooperation zwischen der Betheler Fachklinik und dem Klinikverbund St. Ansgar interessierte Mechthild Dykmans. Hierzu erläutert Gunther Eichstädt: „Suchtkranke kommen meist wegen ihrer Stürze oder auch wegen der Erkrankung der Leber in Krankenhaus. Dann sind sie praktisch schon im Haus und wir können ganz behutsam unsere Hilfe anbieten oder abschätzen, ob überhaupt eine Bereitschaft zur Therapie besteht.“

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