v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Donnerstag, 03. Dezember 2009

125 Jahre Zionskirche

Präses Buß mahnt zur Achtsamkeit untereinander

Bielefeld-Bethel. Mit einem Festgottesdienst in der Zionskirche in Bielefeld-Bethel endeten am 1. Advent die Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Zionskirche. Der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, predigte vor rund 400 Besucherinnen und Besuchern. Er nahm seinen Besuch und die Predigt zum Anlass, um die heutige Leistungsgesellschaft zu kritisieren, in der ein großer Druck herrsche und permanent Stärke von den Menschen verlangt werde.

Das tragische Schicksal von Robert Enke habe gezeigt, dass „Erfolg und Glück nicht Hand in Hand gehen, Erfolg und Freude schon gar nicht", sagte Alfred Buß. Er mahnte zur stärkeren Achtsamkeit untereinander. "Schauen wir außerdem genau hin, wo Leben getreten und geschunden wird", so der Präses.

Der Gottesdienst bildete den Abschluss eines fünftägigen Programms mit Musik, Gebet, Bibelarbeit, Gesprächsrunden und Kirchenführungen. Die Jubiläumswoche stand unter der Überschrift „Haus aus lebendigen Steinen“ und begann mit einer „Kunstwerkstatt Zionskirche“. Künstler aus Bethel stellten ihre Bilder aus; Besucher gestalteten unter der Anleitung des Künstlerhauses Lydda und der Diakonisse Elke Hornbruch mit Linolschnitten und Druckstöcken eigene Bilder.

Unter dem Titel „Die Zionskirche – ein heiliger Raum und seine Geschichte“ fand ein Abend mit Musik und Vortrag statt. Bethel-Historiker Prof. Matthias Benad informierte über die Ursprünge und Geschichte des Kirchenbaus am Zionswald. Der Theologe Prof. Traugott Stählin sprach zu „Raum und Spiritualität“ in der Kirche. Musikalisch wurde der Abend begleitet von der Posaunenmission Bethel.

Die Kinder der Betheler Kindertagesstätten bastelten an einem Nachmittag Kirchenmodelle, die sie anschließend in der Zionskirche ausstellten. Dazu gab es viel Musik und ein Orgelkonzert für Kinder. An einem Erzählnachmittag schwelgten insbesondere ältere Mitglieder der Zionsgemeinde in Erinnerungen. Die etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten von besonderen Menschen und Ereignissen, die sie mit der Kirche verbinden.

Das Programm vervollständigten eine meditative Kirchenführung, eine Bibelarbeit zu 1. Petrus 2,1-10 „Haus aus lebendigen Steinen“ und eine „Lichterkirche“ mit Punsch, Feuerfässern, Adventsmarkt, Bläsermusik und Feuerskulpturen aus dem Künstlerhaus Lydda.

 

 

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