v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Mittwoch, 01. Dezember 2010

Aids-Forschung in Bethel

Dr. Klaus Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.

Dr. Klaus Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.

Ehrenpreis für Pflegewissenschaftler

Der 1. Dezember ist der internationale Welt-Aids-Tag. Zu diesem Datum rufen die Vereinten Nationen zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Aids ist auch für die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ein Thema – in Forschung und Praxis.

Die Versorgung von an Aids erkrankten und sterbenden Menschen in Deutschland untersuchte Dr. Klaus Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld. Für seine Forschung hat der 44-jährige Gesundheits- und Pflegewissenschaftler jetzt in Berlin den diesjährigen Ehrenpreis „Wissenschaft“ des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) verliehen bekommen. Er erhielt die Auszeichnung in der Bayrischen Landesvertretung in Berlin. Mit dem Ehrenpreis würdigt der Verband Personen, die sich besonders für die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen einsetzen.

Bethel engagiert sich seit Jahren in der Beratung, Unterstützung und Versorgung von Menschen, die an der Immunschwäche erkrankt sind. So werden unter anderem in der Infektionsambulanz des Bielefelder Krankenhauses Mara II rund 130 HIV-positive Patienten aus ganz Ostwestfalen betreut. Die Zahl nimmt stetig zu. Laut dem Robert-Koch-Institut leben derzeit etwa 70 000 Menschen mit HIV oder Aids in Deutschland. Im Jahr 2010 haben sich wie im Vorjahr rund 3 000 Menschen neu infiziert. Dank der wirksamen Behandlung mit Medikamenten sterben immer weniger Infizierte, dennoch bleibt eine HIV-Infektion weiterhin unheilbar.

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