Dienstag, 03. August 2010
In Krakau in Polen gedachte der Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel jetzt der 600 Patientinnen und Patienten des Neuropsychiatrischen Józefa-Babinski-Krankenhauses, die im Zweiten Weltkrieg Opfer der Nationalsozialisten wurden. Im Sommer 1942 deportierten deutsche Soldaten sie nach Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Am Mahnmal für die Opfer legten der Vorstandsvorsitzende Pastor Ulrich Pohl und Dr. Günter Wienberg Blumen nieder. Zwischen der Stiftung Bethel, dem Ev. Krankenhaus Bielefeld, dem Józefa-Babinski-Krankenhaus und der Jagiellonen Universität besteht seit zwanzig Jahren eine Psychiatrie-Partnerschaft. Neben der gemeinsamen Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels in der deutsch-polnischen Psychiatriegeschichte finden ein regelmäßiger fachlicher Austausch und bilaterale Begegnungen für Patienten und Mitarbeitende statt.