Mittwoch, 28. Oktober 2009
Bielefeld-Bethel. Der Schlaganfall ist nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache weltweit. In Deutschland erleiden jedes jahr rund 250 000 menschen einen Schlaganfall. Die Behandlung des Schlaganfalls auf Stroke Units als Therapie hat sich erfolgreich etabliert. Mit insgesamt 220 Stroke Units gibt es heute in Deutschland eine flächendeckende Versorgungsmöglichkeit für die betroffenen Patienten.
Entscheidend bei Diagnose und Therapie der Volkskrankheit Schlaganfall ist die Schnelligkeit der Versorgung. Bereits in den ersten Stunden nach Erleiden des Schlaganfalls entscheidet sich der Therapieerfolg (eine Lysetherapie ist bis 4,5 bzw. maximal 6h möglich) – oder aber das Eintreten von dauerhaften Folgeschädigungen.
Die wesentliche Rolle spielt dabei das schnelle Erkennen eines Schlaganfalls durch Angehörige, Kollegen etc.
In Bielefeld bietet allein das Evangelische Krankenhaus für Schlaganfallpatienten die medizinisch anspruchsvolle Diagnose und Therapie auf einer Stroke Unit an. Sowohl am Standort Bethel, als auch am Standort Johannesstift werden Stroke Units vorgehalten.
Der World Stroke Day dient vor allem der Information der Bevölkerung über Anzeichen eines Schlaganfalls und über Möglichkeiten der Prävention.
Anzeichen eines Schlaganfalls
Schlaganfallrisiken
„Für eine Prävention empfiehlt es sich unter anderem dreimal in der Woche für mindestens eine halbe Stunde Ausdauersport zu treiben, weniger Fleisch zu essen und sich vitaminreich zu ernähren“, rät der Chefarzt der neurologischen Klinik in Bethel, Prof. Dr. Rüdiger Schäbitz