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Kirchlich-diakonisches Archivzentrum wird eröffnet

Bethel und Landeskirche bündeln „Gedächtnis“ 

Die Evangelische Kirche von Westfalen und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben ihre Archive unter einem Dach zusammengelegt. Am Montag, 31. Januar, wurde das neue kirchlich-diakonische Archivzentrum in Bielefeld-Bethel von Präses Dr. Alfred Buß und Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl offiziell eröffnet.

Über das neue Archiv am Bethelplatz freuen sich (v.l.) Dr. Jens Murken, Leiter des Landeskirchlichen Archivs, Präses Alfred Buß, leitender Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen, Klaus Winterhoff, juristischer Vizepräsident der westfälischen Landeskirche und Stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl und Hauptarchiv-Leiterin Kerstin Stockhecke.

Für Bethels Vorstandsvorsitzenden Pastor Ulrich Pohl ist das neue Archivzentrum ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen der Landeskirche und Bethel. „Es belegt auf eindrucksvolle Art und Weise die enge Zusammengehörigkeit von Kirche und Diakonie", so Pastor Pohl. Es sei „wohl einmalig, dass eine Landeskirche und ein diakonisches Unternehmen gemeinsam ein solches Projekt geplant, finanziert und verwirklicht haben".

Archiv in Bethel eröffnet
Archiv in Bethel eröffnet
Archiv in Bethel eröffnet
Archiv in Bethel eröffnet
Archiv in Bethel eröffnet
Archiv in Bethel eröffnet

Das neue Archivzentrum bietet Platz für 22 laufende Kilometer Archivgut. In dem modernen Magazin-Anbau finden die Besucher unter anderem Kirchen-Urkunden aus dem Hochmittelalter sowie Verwaltungsakten, die die Betheler Geschichte seit 1867 dokumentieren. Für die „Archive am Bethelplatz“ – so der offizielle Name – wurde das ehemalige Ophir-Gebäude umgebaut und ein neuer Magazin-Anbau errichtet. Neben einem hell und freundlich gestalteten Lesesaal beherbergt das Gebäude Ausstellungsflächen, Seminarräume und Büros.

Das Hauptarchiv Bethel und das landeskirchliche Archiv bleiben eigenständige Institute, nutzen aber Einrichtungen wie Lesesaal, Ausstellungsflächen und Seminarräume gemeinsam. Der neue Standort mit rund 4.800 Quadratmetern Nutzfläche gewährleistet die dauerhafte Benutzung der beiden Archive. Das landeskirchliche Archiv hat Speicherkapazitäten für 18.000 laufende Meter Archivgut. Davon ist etwa die Hälfte belegt. Die Reserve reicht voraussichtlich noch für 25 Jahre.

Das Magazin bietet viel Platz und gute klimatische Verhältnisse. 18 Grad und etwa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sind ideal für den Erhalt der teilweise sehr alten Dokumente.
Andreas Langohr hat einen ausgelagerten WfbM-Platz im Hauptarchiv Bethel. Das Magazin ist weitläufig, aber der junge Mann kann sich in den langen Gängen trotzdem gut orientieren.
Das Hauptarchiv-Team: (v. l.) Kerstin Stockhecke, Jochen Striewisch, Friedrich-Wilhelm Schabbon, Hildegard Kuhlemann, Andreas Langohr und Beate Böhm.

Das landeskirchliche Archiv ist mit 5 000 Umzugskartons und 40 000 Archivkartons von der Ritterstraße in der Bielefelder Innenstadt nach Bethel umgezogen. Aufbewahrt wird insbesondere Archivgut der Landeskirche und ihrer Einrichtungen, aber auch Nachlässe von kirchlich bedeutenden Persönlichkeiten.

Das Hauptarchiv Bethel verfügt über 3.300 laufende Meter, von denen gut 2.000 belegt sind. Der Platz müsste für etwa zehn Jahre ausreichen. Und für den Fall, dass es dann dennoch eng werden sollte, ist vorgesorgt. Das Gebäude kann nach hinten ausgebaut und erweitert werden.

Im Bereich des Hauptarchivs Bethel dokumentieren vor allem Verwaltungsakten die Geschichte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sowie die Entwicklungen der Stiftungen Sarepta und Nazareth. Deren Archive sind am 1. Januar im Hauptarchiv Bethel aufgegangen.

Zeitgleich mit der Eröffnung des Archivzentrums startete auch die neue Homepage www.hauptarchiv-bethel.de



Fotografen: Reinhard Ehlbracht / Paul Schulz

© 2018 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel