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06.02.2015

Kulturelle und religiöse Vielfalt in Bethel

Kulturelle Vielfalt gehört zu Bethel. Foto: Schulz
Kulturelle Vielfalt gehört zu Bethel. Foto: Schulz

1970 waren 49 Prozent der Bürger evangelisch. Fast die gesamte Bevölkerung gehörte einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Heute sind rund 40 Prozent konfessionslos oder Mitglied einer anderen Religionsgemeinschaft. Die Gesellschaft ist säkularer sowie religiös und kulturell vielfältiger geworden. Wie verhält man sich dazu in Bethel? Klarheit und Orientierung bietet das neue Positionspapier „Kulturelle und religiöse Vielfalt“.

„Der christliche Auftrag, Gottes gute Botschaft in Wort und Tat zu bezeugen, gilt allen Menschen. Für uns in Bethel heißt es daher, jedem, der sich an uns wendet, eine angemessene Hilfe und Unterstützung anzubieten“, betont Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl. Für Offenheit stehe Bethel aber nicht nur hinsichtlich der Nutzerinnen und Nutzer: „Im Sinne unserer Vision ‚Gemeinschaft verwirklichen‘ verstehen wir unsere Verschiedenheit als Bereicherung und freuen uns daher auch über die Mitarbeit von Menschen mit anderem kulturellen und religiösen Hintergrund.“

Die „Fachstelle Behinderung und Migration“ in Bielefeld Bethel, die vietnamesisch-sprachige Spezialambulanz im Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin oder der Gebetsraum für Menschen muslimischen Glaubens im Ev. Krankenhaus Bielefeld sind erste Beispiele für eine kultursensible Ausrichtung von Hilfeangeboten.

Unverändert gilt dabei: „Unsere Wurzeln in der evangelischen Kirche bleiben unveräußerliche Grundlage unseres Handelns“, sagt Prof. Dr. Günther Wienberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Die Offenheit gegenüber anderen kulturellen und religiösen Prägungen hat dann ihre Grenzen, wenn sie unveräußerliche christliche Werte, wie die Würde und das Lebensrecht eines Menschen, verletzen.

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