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Osterempfang von Bethel im Norden

Gemeinsam für Inklusion

Zum traditionellen Osterempfang von Bethel im Norden trafen sich jetzt rund 80 geladene Gäste in Hannover. Bei dem Treffen in der Birkenhof Kirche gab es diesmal gleich zwei Höhepunkte. Zum einen hat der Vorstandvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl, die neue Geschäftsführerin von Bethel im Norden, Stefanie Schwinge-Fahlberg, in ihr Amt eingeführt. Zum anderen war die niedersächsische Sozialministerin, Cornelia Rundt, zu Gast. Mit dem Thema ihrer Festrede „Inklusion: Herausforderung oder Vision“ habe sie ins Schwarze getroffen, sagte Pastor Christian Sundermann, Geschäftsführer von Bethel im Norden, bei seiner Begrüßung. Denn für Inklusion, die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen, setzen sich die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel schon lange ein.

„Bethel im Norden – das ist schon etwas“, hebt Cornelia Rundt hervor. „Das ist ein starker Partner, der seit über 100 Jahren Sozialpolitik gestaltet.“ Die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen sei auch für die niedersächsische Landesregierung ein wichtiges Thema. „Inklusion ist vor allem eine Frage des Wollens und Denkens“, so die Ministerin, die auch auf politische Fehlentscheidungen in der Vergangenheit hinwies. Vor über 20 Jahren wurde festgelegt, die Pflege marktwirtschaftlich auszurichten. Die Folge sind hohe Arbeitsverdichtung und schlechte Arbeitsbedingungen. „Die gewerblichen Anbieter suchen sich die wirtschaftlichen Bereiche aus. Die gemeinnützigen fühlen sich hingegen verpflichtet, auch die unwirtschaftlichen abzudecken“, kritisiert die Sozialministerin die Schieflage.

Die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt beim Osterempfang
Pastor Ulrich Pohl führte Stefanie Schwinge-Fahlberg in ihr Amt als Geschäftsführerin von Bethel im Norden ein
Osterempfang von Bethel im Norden

Inklusion ja- aber mit Augenmaß, erhofft die Schirmherrin von Bethel im Norden, Dunja McAllister. „Inklusion müssen wir sinnvoll betreiben und nicht als Tagträumerei. Menschen mit Behinderung brauchen weiterhin Wahlmöglichkeiten“, so Dunja McAllister. Als Hobbygärtnerin habe sie die Erfahrung gemacht, dass manche Pflänzchen noch etwas länger des Schutzes des Gewächshauses bedürfen bevor sie draußen in die Erde gesetzt werden.

Osterempfang von Bethel im Norden
Osterempfang von Bethel im Norden

Einig waren sich alle Rednerinnen und Redner des Osterempfangs in Hannover, dass die Verwirklichung von Inklusion sehr viel Zeit braucht. „Hundert Jahre schätzen manche. Ob das reicht“, fragt sich die Geschäftsführerin von Bethel im Norden, Luise Turowski. „Trotzdem: Wir halten Inklusion für den richtigen Weg, um Exklusion zu vermeiden.“

Fotos: Reinhard Elbracht

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