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Positive Jahresbilanz für 2012

Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl (l.) und Vorstand Dr. Rainer Norden

Mehr Unterstützung, mehr Beschäftigung

Eine positive Bilanz zog der Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel heute bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2012/2013 vor der Presse. Im vergangenen Jahr hat Bethel rund 200.000 Menschen behandelt, betreut, gepflegt, gefördert oder ausgebildet; etwas mehr als im Vorjahr. Die Gesamterträge sind ebenfalls leicht angestiegen auf insgesamt 982 Millionen Euro. Bethel-Vorstand Dr. Rainer Norden (r.) zeigte sich erfreut über das positive Jahresergebnis von 4,9 Millionen Euro für das Jahr 2012. Er wies aber auch auf die schwieriger werdende Refinanzierung für die Träger der Wohlfahrtspflege hin. „Die Rahmenbedingungen im Sozial- und Gesundheitswesen verschlechtern sich durch die Krise der öffentlichen Haushalte deutlich und das spüren wir direkt“, so Dr. Rainer Norden.

Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl (l.) betonte, die Regionalisierung der Arbeit sei im Jahr 2012 im Sinne der Inklusion von behinderten Menschen vorangetrieben worden. „Dabei geht es um wohnortnahe Unterstützung und Versorgung  von Menschen mit Behinderung“, unterstrich Pohl. So seien gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben viel besser möglich. Allerdings fehle es in Politik und Gesellschaft häufig noch an der Entschlossenheit, dafür auch Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Die Mitarbeiterzahl Bethels ist im Jahr 2012 leicht auf rund 16.400 angestiegen. Die diakonische Arbeit in Bethel wurde 2012 mit Spenden und Nachlässen aus dem gesamten Bundesgebiet in Höhe von 40,86 Millionen Euro unterstützt; dafür sei er überaus dankbar und diese Unterstützung sei ein großer Vertrauensbeweis für die Arbeit Bethels, so Ulrich Pohl.  

Bei der Jahrespressekonferenz wies Bethels Vorstandsvorsitzender besonders auf das Arbeitsfeld Altenhilfe hin. Aufgrund der demografischen Entwicklung nimmt die Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung zu. Auch Menschen mit Behinderung erreichen heute dank des medizinischen Fortschritts ein höheres Lebensalter. Andererseits zeichne sich bereits ein deutlicher Engpass bei den Nachwuchskräften in den Pflegeberufen ab. Diese Entwicklung stelle die Gesellschaft und damit auch Einrichtungen wie Bethel vor große Herausforderungen. Pastor Pohl forderte den Abbau von bürokratischen Anforderungen an die Altenhilfe zugunsten von mehr Zeit für die eigentliche Pflege.

Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl (l.) und Vorstand Dr. Rainer Norden

Pastor Ulrich Pohl hob auch das zunehmende Engagement der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in der Hospizarbeit hervor. 2012 ist das Kinder- und Jugendhospiz Bethel in Bielefeld eröffnet worden. In Bielefeld, Berlin, Dortmund und Leipzig betreibt Bethel weitere fünf Hospize für Erwachsene am Lebensende; in Bad Neuenahr soll zusammen mit einem Hospizverein ein weiteres Hospiz für Erwachsene eingerichtet werden. „Bethel steht für ein Leben in Würde auch am Lebensende“, betonte Bethels Vorstandsvorsitzender. Bethel ist inzwischen der größte evangelische Anbieter von stationären Hospizplätzen.

Fotos: Paul Schulz

Jahresbericht 2012/2013 (PDF)

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