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175 Jahre KEH

Doppeljubiläum im KEH

v.l.: Dr. Thomas Götz, Landessbeauftragter für Psychiatrie, Dr. Norbert Friedrich, Pastorin Friederike Winter, Dr. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor, Pfarrerin Christa Schrauf, Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes, Bezirksbürgermeister Mic
v.l.: Dr. Thomas Götz, Landessbeauftragter für Psychiatrie, Dr. Norbert Friedrich, Pastorin Friederike Winter, Dr. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor, Pfarrerin Christa Schrauf, Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes, Bezirksbürgermeister Michael Grunst, Kirchenrätin Barbara Eschen, Chefarzt Professor Dr. Albert Diefenbacher, Pastor Thomas Passauer, Probst Dr. Christian Stäblein, Michael Mielke, Pastor Ulrich Pohl, Dr. Rainer Norden, Pastor Johannes Feldmann.

 Die große Not kranker Kinder in dem von den gesellschaftlichen Umbrüchen der Industrialisierung zerrütteten Berlin ging der preußischen Königin Elisabeth sehr ans Herz. Um ihr Elend zu lindern, regte sie die Gründung einer „Kleinkinder-Krankenbewahranstalt“ an. So wurde im April 1843 in Berlin-Mitte eine kleine Einrichtung ins Leben gerufen, die Keimzelle des Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) werden sollte. Hier, am heutigen Standorte in Berlin-Lichtenberg, wurde genau 175 Jahren später Jubiläum gefeiert.

Zu einem Festakt eingeladen hatten Michael Mielke und Pastorin Friederike Winter aus der Krankenhaus-Geschäftsführung gemeinsam mit Dr. Rainer Norden und Pastor Dr. Johannes Feldmann, beide aus dem Vorstand der mit dem Krankenhaus verbundenen Stiftung EKDE. Eine beträchtliche Zeitspanne, nämlich 18 Jahre, überblickt Dr. Rainer Norden persönlich. „Damals sah es nicht so gut aus für das EKDE“, erinnert sich Bethels stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Ein wichtiger Entwicklungsschritt sei die Trennung von Krankenhaus und der Stiftung gewesen, die bis 1992 Träger war. Damit war der Weg bereitet für die Überführung des Krankenhausbetriebs in eine gemeinnützige GmbH, die 2001 erfolgte. Seit diesem Jahr gehört das Krankenhaus mehrheitlich zu Bethel.

Vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den 60-iger und 70-iger Jahren waren zu dem Festakt gekommen. Über diese Verbundenheit freute sich Michael Mielke besonders: „Es gab zu allen Zeiten Menschen in unserem Haus, die für andere Menschen da sein wollten – auch in schwierigen Jahren“, würdigte der Geschäftsführer ihre Leistung. In seinem Beitrag machte Michael Mielke auf Konstante in der bewegten Geschichte des KEH aufmerksam: „Bei uns wird immer gebaut – natürlich zum Wohle der Patienten.“

Tatsächlich gehören nicht nur zahlreiche bauliche Modernisierungen, sondern auch viele Standortwechsel – sowie damit verbunden: Neubau-Maßnahmen – zur 175-jährigen Geschichte des „Elisabeth-Kinder-Hospitals“, wie die „Kleinkinder-Krankenbewahranstalt“ schon kurz nach ihrer Gründung hieß. „Alleine im ersten Jahrhundert ging es zunächst vom Gründungsort an der Wilhelmsstraße ans Hallesche Tor“, so Dr. Norbert Friedrich, Vorstand der Fliedner-Kulturstiftung in seinem Kurzvortrag. „Es folgte ein erster Umzug zur Hasenheide und dann ein weiterer nach Oberschöneweide. In Kriegstagen wurde die Einrichtung in eine Schule in Friedrichshagen ausgelagert, bis sie 1946 endlich am Standort Herzberge den heutigen Platz fand.

An der Herzbergestraße im heutigen Bezirk Lichtenberg befand sich bereits das „Städtische Krankenhaus Herzberge“, mit dem das „Königin-Elisabeth-Hospital“, wie es ab 1910 hieß, fast 50 Jahre später verschmelzen sollte. Da diese kommunale Einrichtung vor genau 125 Jahren als „Irrenanstalt Herzberge“ gegründet wurde, kann in diesem Jahr im KEH ein Doppeljubiläum gefeiert werden.

Heute verfüg das KEH über 748 Krankenhausbetten und -plätze in dreizehn Fachabteilungen. Rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen die Patienten.

Fotos: Reinhard Elbracht

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