In Deutschland wachsen zahlreiche Kinder und Jugendliche in Heimen oder anderen betreuten Wohnformen auf. Viele haben in ihren Familien bleibende seelische Wunden erlitten: Sie wurden geschlagen und vernachlässigt, oft auch sexuell missbraucht und haben Geborgenheit und Verständnis nie kennen gelernt.
Diesen Kindern und Jugendlichen stehen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bei und beziehen dabei auch die Eltern in die pädagogische und therapeutische Arbeit mit ein. Denn die Bindungen zwischen Kindern und Eltern bleiben trotz aller Probleme und Belastungen stark. Soweit möglich, sollen die Kinder darum weiter zu Hause leben können.
Die Betheler Tages- und Wochengruppen für Kinder und Jugendliche, die abends oder am Wochenende in ihre Familien zurückkehren, kommen in Frage, wenn die Eltern intensiv an den Maßnahmen mitwirken. Ist dies nicht möglich, werden Kinder und Jugendliche stationär aufgenommen: in Heimwohngruppen und dezentralen Außenwohngruppen mit einer 24-Stunden-Betreuung, in kleinen Wohngemeinschaften oder einer eigenen Wohnung, wenn die Jugendlichen schon selbstständiger sind und weniger Unterstützung benötigen. Sind enge Bindungen für ein Kind sehr wichtig, werden sie von Pflegeeltern betreut.
Zu den stationären Hilfen gehören auch spezielle Angebote, wie die Intensivbetreuungsgruppen für besonders auffällige Kinder und Jugendliche oder Wohngruppen für junge Menschen mit Essstörungen. Für Kinder und Jugendliche, die vorübergehend einen geschützten Ort benötigen, bis ihr weiterer Weg geklärt ist, gibt es die Möglichkeit, sie sofort für eine gewisse Zeit aufzunehmen.
Die Betheler Jugendhilfe unterstützt junge Menschen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg.