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Der Tod dauert 14 Jahre

„Der Tod ist echt. Ich muss im Himmel oben schauen, was da für eine Aussicht ist. Ich fliege mit der Wolke rauf, später dann um 9.00 Uhr komm ich dann an.“ David Darjan Lejko hat keine Angst vor dem Tod. Alle im Himmel sind nett zueinander, und man kann den ganzen Tag an etwas Schönes denken. Vierzehn Jahre lang dauert der Tod.

In dem Buch „Das Leben ist, bevor man stirbt“ geben Menschen mit geistiger Behinderung in Texten und Bildern ihrer Vorstellung vom Sterben, dem Tod und dem Leben danach Ausdruck. Einige der Autoren wohnen oder arbeiten in der Ortschaft Bethel, so wie Friedrich Bahlo, der sachlich feststellt: „Der Mensch muss absterben. Dann ist der Mensch tot. Totsein ist kein normales Dasein.“ Elisah Grimm, die ebenfalls in Bethel lebt, ist eine Beerdigungslampe auf dem Grab wichtig: „Wenn man da ja nicht so ein Licht reinstellen würde, dann könnte der, der ausgestorben ist, ja nichts sehen von oben.“ Keine Angst vor dem Sterben hat auch Hannelore Metzinger: „Weil, wenn man tot ist, ja auch noch lebt.“

Die Sammlung von Texten und Bildern ist eine Auswahl aus 400 Arbeiten eines Wettbewerbs. Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten daran teilgenommen und sich mit dem schweren Thema befasst. Das Ergebnis ist ein berührendes und zugleich unterhaltsames Buch, das zeigt: „Der Tod ist von allem etwas.“

Sabine Feldwieser und Vormbrock Bestattungen (Hrsg.). Das Leben ist, bevor man stirbt. Vormbrock Verlag, Bielefeld 2011. 49 Seiten. 14,90 Euro. ISBN 978 3 943096 00 2.

 
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