v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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Hermann Gröhe

Hermann Gröhe

Bundesminister für Gesundheit

"„Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen.“ umschrieb die österreichische Schriftstellerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach die Notwendigkeit denjenigen zur Seite zu stehen, denen es nicht so gut geht wie uns selbst.

Ihre Worte spiegeln sich auch im Leitmotiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel wieder. Menschen, die in Folge eines Unfalls, einer Erkrankung oder einer Behinderung auf Begleitung und Förderung angewiesen sind, gehören zu unserer vielfältigen Gesellschaft. Ihnen ein menschenwürdiges und möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist ein grundlegendes Ziel Bethels. Sie möchten „Gemeinschaft verwirklichen“, wie es der aktuelle Bethel-Vorstand als gemeinsame Idee der Stiftungsarbeit zum Ausdruck gebracht hat. 

Seit 150 Jahren gibt es die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Das ist eine lange Zeit.
Aus dem am Rande Bielefelds gegründeten Heim für epilepsiekranke Menschen ist eines der größten diakonischen Unternehmen in Europa hervorgegangen. Heute sind es mehr als 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den verschiedensten Arbeitsbereichen der Stiftung tätig sind. Dazu gehören traditionell die Einrichtungen der Behindertenhilfe, aber ebenso die der Alten- und Jugendhilfe, der Suchtkrankenhilfe sowie der Rehabilitation und Psychiatrie. Hinzukommen ambulante Angebote, Krankenhäuser sowie die Hospizarbeit und vieles andere mehr.

Als Bundesgesundheitsminister und ganz persönlich möchte ich meine Hochachtung und meinen herzlichen Dank all denjenigen aussprechen, die hier tagtäglich einen wichtigen Dienst am Menschen und an unserem Gemeinwesen leisten. Um diese Arbeit leisten zu können benötigen sie Unterstützung – nicht nur ideell und finanziell. Es geht auch darum, dass die richtigen Rahmenbedingungen – gerade von der Politik – gesetzt werden, um diesen Dienst für die Gemeinschaft zu leisten. Hier sehe ich mich mit in der Verantwortung. 

Und ich bin froh, dass hier in den vergangenen Jahren wichtige Schritte gemacht wurden.
Ich möchte nur einige Beispiele aus der Arbeit meines Ressorts kurz benennen: 

Da sind vor allem die Pflegestärkungsgesetze mit der Einführung des neuen Pflege­bedürftigkeits­begriffes, der endlich demenziell Erkrankten einen gleichberechtigten Zugang zur Pflegeversicherung eröffnet. Da sind die neuen Regelungen zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Ich denke an die Krankenhaus-Reform und die mit ihr verbundene Stärkung der Stationspflege, aber auch an die die Überarbeitung der Entgelte in Psychiatrie und Psycho­somatik oder an das Versorgungsstärkungsgesetz für die gesetzlich Kranken­versicherten. 

Nun sind gesetzliche Regelungen nur dann von Wert, wenn sie auch mit Leben gefüllt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die vielen Unterstützerinnen und Unterstützern der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel tragen dazu bei, dass dies gelingt. Damit leisten sie einen Einsatz, der meines Erachtens für unser ganzes Land richtungsweisend sein sollte. Denn die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich gerade darin, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen, wenn sie Behandlung, Förderung und Unterstützung benötigen. Das ist meine christlich geprägte Überzeugung.

Herzlichen Glückwunsch zu 150 Jahren v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und
Gottes Segen für Ihr weiteres Wirken!"  

© 2018 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel