v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Freitag, 15. Mai 2009

Bethel beim Kirchentag in Bremen

Foto: Bethel

Jugendliche aus Bethel schützen ostfriesische Dünen

Langeoog/Bielefeld-Bethel. In einem Küstenschutzprojekt haben fünf junge Männer der Jugendhilfe Bethel OWL jetzt rund 800 Meter Fangzäune auf der ostfriesischen Insel Langeoog errichtet.


Mit 3 200 Holzbündeln schafften die Jugendlichen der Intensivgruppe „Step by Step“ in Bielefeld-Eckardtsheim Schutzwälle, die die Sanddünen vor Stürmen und Erosion schützen.

Angeleitet wurden die Jugendlichen von Mitarbeitenden des niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Die jungen schwer erziehbaren Männer im Alter zwischen 12 und 16 Jahren schaufelten lange Gräben, in die sie die gut eineinhalb Meter hohen Bündel aus Stöcken dicht aneinandergereiht eingruben. „Knietief standen wir in den Gräben, und die Sonne hat ordentlich gebrannt. Das war ganz schön anstrengend“, berichtet der 12-jährige Phillip. Aber es habe auch sehr viel Spaß gemacht. Für den 14-jährigen Lukas hat sich das Projekt auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die  Arme am letzten Tag ganz schön lang gewesen sind. „Wir waren ziemlich stolz, als wir am Ende das Ergebnis gesehen haben“, sagt er.

„Teamarbeit war gefragt“, erinnert sich Marko Grube, der die Jugendlichen zusammen mit zwei Kollegen der Jugendhilfe Bethel OWL auf Langeoog betreute. „Es ging darum gemeinsam, als Gruppe, ein Ziel zu erreichen.“ Erziehungsleiter und Projektinitiator Andreas Wilke betont, dass Wertschätzung und Anerkennung weitere wesentliche Aspekte waren. Andreas Wilke hatte diese Arbeit in seiner Studentenzeit vor mehr als zwanzig Jahren selbst schon mal gemacht und daher die Idee zu dem Projekt bekommen.

Das Projekt auf Langeoog war bereits die siebte Küstenschutzmaßnahme der Jugendhilfe Bethel OWL auf einer Nordseeinsel. Angefangen hatte das Engagement im Jahr 2006 auf Norderney. „Wir haben so gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir uns weiter für den Küstenschutz auf den Inseln einsetzen werden“, sagt Andreas Wilke. Dadurch würden die Jugendlichen und die Natur gewinnen. Im Sommer ist bereits ein neues Projekt auf Borkum geplant.

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