Dienstag, 12. Mai 2009
Einladung zum Pressegespräch
Neues Buch gibt wissenschaftlich fundiert Auskunft:
Hannover/Bielefeld. Unter dem Titel „Endstation Freistatt – Fürsorgeerziehung in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bis in die 1970er Jahre“ erscheint jetzt eine Aufarbeitung dieses schwierigen Themas aus dem Nachkriegsdeutschland.
Damit wird zum ersten Mal eine wissenschaftlich fundierte historische Untersuchung über die Fürsorgeerziehung in einer diakonischen Einrichtung veröffentlicht. Das Buch wird von Matthias Benad, Hans-Walter Schmuhl und Kerstin Stockhecke herausgegeben und erscheint in Kooperation des Verlags für Regionalgeschichte und des Bethel-Verlags.
Im Mittelpunkt steht die Einrichtung Freistatt in Niedersachsen, die für viele Betroffene mit Zwang, Gewalt und Willkür in der Fürsorgeerziehung verbunden ist. Hier wird das Grunddilemma der evangelischen Erziehungsarbeit zwischen „ freiem christlichen Liebeswerk und staatlicher Zwangserziehung“ deutlich. In Freistatt wurde versucht, die Jugendlichen zum Teil mit drakonischen Strafmaßnahmen zu disziplinieren.
Im Buch stehen neben der wissenschaftlichen Darstellung und Aufarbeitung der Quellen auch die Aussagen und Einschätzungen ehemals Betroffener. Wir möchten Ihnen zusammen mit dem Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD das Buch vorstellen und Stellung beziehen zu diesem dunklen Kapitel der Diakoniegeschichte in einem
Pressegespräch am Freitag, 15. Mai 2009, um 11 Uhr
im Diakonischen Werk Hannover, Ebhardtstr. 3 A,
in 30159 Hannover, Wichernsaal
Zum Gespräch stehen für Sie bereit: