Montag, 30. Januar 2012

Dirk Rosengart und Hannelore Schulz gehören zu den neun Bewohner/innen, die in die neue stationäre Wohngruppe gezogen sind.
Lobetal/Woltersdorf. Bisher lebten sie überwiegend in den Wohnstätten „Gottesschutz" am Rande von Erkner. Nun sind neun Männer und Frauen mit einer geistigen Behinderung in eine neue stationäre Wohngruppe mitten in Woltersdorf, Landkreis Oder-Spree, umgezogen. Die zentrale Lage bietet für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beste Voraussetzungen: in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Rathaus, die Kirche, Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote.
„Jeder Mensch braucht einen Ort, wo er sich sicher fühlt", sagte Pastor Dr. Johannes Feldmann, Vorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, bei der Einweihung. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie hier einen sicheren Ort und ein Zuhause finden, und dass Gott Sie an jedem Tag begleitet."
„Dies ist ein Moment, der historisch ist – für uns, aber besonders auch für Sie, die Sie hier einziehen, die Sie sich auf den Weg ‚nach draußen’ gemacht haben", unterstrich Martin Wulff, Geschäftsführer der Stiftung.
„Ich fühle mich sehr wohl und bin froh, dass ich hier bin", strahlte Brigitte Wille bei der Eröffnungsfeier. So sehen es auch ihre Mitbewohner/innen. Drei modern ausgestattete Wohnungen stehen für sie zur Verfügung. Jeweils zwei Bewohner nutzen ein Bad. Ein gemütliches großes Wohnzimmer mit Einbauküche kann als gemeinsamer Treff genutzt werden. Mitarbeiter/innen aus den Wohnstätten „Gottesschutz" stehen ihnen als Ansprechpartner zur Seite, helfen, wenn Rat oder Unterstützung gebraucht werden. Sie sehen sich als Mittler auf dem Wege zu körperlicher, sozialer und geistiger Aktivität – sei es beim Einkauf, bei der Zubereitung der Mahlzeiten, bei Arztbesuchen, bei der Freizeitgestaltung, bei Ausflügen in den Ort und die schöne Umgebung.
Gute Kontakte gibt es bereits. So zur städtischen Freiwilligen Feuerwehr, die sich beim Einrichten der Wohnungen und beim Umzug geradezu beispielhaft engagiert hat. Oder zur Kirchengemeinde, deren Pfarrer, Matthias Trodler, herzliche Grüße überbringt: „Wir finden, dass dies ein tolles Projekt ist, vom Rand in die Mitte – als Wohngruppe mitten im Ort zu leben“, unterstreicht er. Die Kirchengemeinde sei dankbar, dass die Bewohner/innen am Leben der Gemeinde teilnehmen werden.