v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Montag, 28. September 2009

Verwaltungsrat beschließt Namensänderung

Die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel werden „Stiftungen“

Bielefeld-Bethel. Der Verwaltungsrat der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel hat in seiner letzten Sitzung Mitte September die Änderung des Namens des traditionsreichen diakonischen Unternehmens beschlossen.

Ab Januar 2010 lautet der Name „v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel“. „Wir wollen damit den Rechtscharakter der Stiftungen, die Bethel ausmachen, auch im Namen deutlich ausdrücken“, sagte Dr. Ingeborg von Schubert, die Vorsitzende des Verwaltungsrates. Bethel ist eine kirchliche Stiftung privaten Rechts und untersteht damit der Stiftungsaufsicht der Ev. Kirche von Westfalen. Die Landeskirche ist mit ihrem Vizepräsidenten Klaus Winterhoff als stellvertretendem Vorsitzenden im Betheler Verwaltungsrat vertreten.

„Ein weiterer Grund für die Änderung,“ so Dr. Ingeborg von Schubert, „ist die sich wandelnde Arbeit von Bethel. Neben die traditionellen stationären Angebote in den Ortschaften wie Bethel oder Lobetal, die auch in Zukunft ihre Bedeutung haben werden, treten inzwischen mehr teilstationäre und ambulante Betreuungsformen.“ Zunehmend baut Bethel auch Unterstützungsangebote für die Betroffenen wohnortnah in den jeweiligen Regionen auf, vom Rheinland bis nach Brandenburg. Bethel ist heute schon an über 200 Standorten nahe bei den Menschen, die Hilfe benötigen. Sowohl für ambulante Betreuung wie auch für regional verteilte Angebote trifft der Anstaltsbegriff überhaupt nicht mehr zu. Das Wort „Anstalt“ löse zudem oft negative Assoziationen an Kliniken im 19. Jahrhundert aus, nennt Dr. Ingeborg von Schubert ein weiteres Motiv für die Namensänderung.

Bei der Gründung 1867 hieß Bethel zunächst „Rheinisch-Westfälische Anstalt für Epileptische“, 1874 wurde daraus auf Initiative Friedrich von Bodelschwinghs „Bethel“. Seit 1921 bezeichneten sich die drei Stiftungen Bethel, Sarepta und Nazareth als „v. Bodelschwinghsche Anstalten“. Damals hatte Pastor Fritz von Bodelschwingh den Anstaltenbund der verschiedenen zu Bethel gehörenden Teile angeregt. Pastor Fritz wurde daraufhin „Anstaltsleiter“ von Bethel. Erst seit 1985 vereint der offizielle Name „v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel“ die drei Stiftungen. Ab Januar kommenden Jahres wird er dann durch „v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel“ abgelöst.  

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