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14.05.2018

Besuch der Klasse 6b im EvKB


Biologieunterricht hautnah: Die Klasse 6b mit Ihren Lehrerinnen zum Unterricht in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am EvKB

Projekttag in der Geburtshilfe

Bielefeld-Bethel. Beim Schulprojekt „Liebe, Freundschaft, Sexualität“ stand für die Klasse 6b des Max-Planck-Gymnasiums ein Besuch der Geburtshilfe Bethel auf dem Programm, Babys schauen inklusive.

Lilli, Laura, Lina, Zoe, Emma und Ionna sind so gespannt darauf zu sehen, wie ein Kreißsaal aussieht, was beim Ultraschall genau zu erkennen ist und vor allen Dingen: wie süß die Neugeborenen sind. Die sechs Mädels gehören zur Klasse 6b, für die an einem Exkursionstag der Besuch der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) auf dem Programm steht. „Wir haben uns so sehr gefreut, dass so eine praxisorientierte Besichtigung möglich ist“, freut sich Anne Middelberg, eine der Klassenlehrerinnen, die die 12 Mädchen und 14 Jungs auf diesem Ausflug betreuen. Der Exkursionstag gehört zum Projekt „Liebe, Freundschaft, Sexualität, das derzeit in der Klasse in unterschiedlichen Fächern Thema ist, natürlich auch in Biologie.

Dr. Martina Störmer, kommissarische Chefärztin der Klinik, hat mit ihrem Team für die elf- und zwölfjährigen Jugendlichen einen spannenden Rundgang mit unterschiedlichen Haltepunkten vorbereitet. Von Hebammen wie Iris Homölle erfahren die Schülerinnen und Schüler, was alles in einem Kreißsaal angeboten wird. „Die Frauen entscheiden, was für sie am angenehmsten ist“, so Homölle, die den Schülerinnen und Schülern auch die großzügige Geburtsbadewanne zeigt. „Die Hebammen müssen ganz schön gelenkig sein, wenn eine Mama auf einem Geburtshocker sitzt“, meint fachfraulich Emma, die wie viele andere Geschichten aus der eigenen Familie erzählen kann.  

Die Mädchen und Jungen sind auf den Ausflug inhaltlich gut vorbereitet und haben jede Menge Fragen im Rucksack. „Kann bei der Geburt im Wasser das Kind ertrinken?“ „Hat es eine Frau schon mal nicht mehr in die Klinik geschafft?“ „Ist die Narkose gefährlich?“ Dr. Barbara Schymik, erfahrene Oberärztin der Klinik, kennt die Antworten und erklärt so ganz nebenbei an einem Modell, wie eine Geburt funktioniert.  

Besonders spannend wird es für die jungen Besucher als Dr. Störmer mit Hilfe von Ultraschallaufnahmen zeigt, was das geschulte Auge beim Baby im Bauch alles erkennen kann. „Wir haben für Euch im nächsten Raum die Möglichkeit geschaffen, sich selbst mal zu ultraschallen.“ Einmal risikolos in sein eigenes Inneres zu schauen, die Begeisterung ist riesig und lässt sich nur noch durch einen Haltepunkt toppen:        

Die Wöchnerinnenstation! Die Entscheidung innerhalb der Sechser-Clique steht schnell fest: In jedem Fall möchten alle Kinder haben! Die Augen strahlen als sie zuschauen dürfen, wie die Zwillinge Milena und Ilena, beide sechs Tage alt, vom Papa und einer Kinderkrankenschwester gewickelt werden. Im gleichen Raum schläft ein kleiner Junge, vor wenigen Stunden geboren. Er liegt friedlich in seinem Bettchen und schmatzt leise vor sich hin. „Die sind ja sooo süß, die würden wir am liebsten mitnehmen“, ist sich das Sextett einig und ihren Klassenkameraden geht es nicht anders. Bis auf Henri - der hat seit Januar eine kleine Schwester.


Dateien:
EvKB_BesuchSexualunterricht.jpg (2.8 MB)
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