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08.09.2017

Bundesfamilienministerin würdigte die Ehrenamtlichen im Lazarus Hospiz


Bundesfamilienministerin Katarina Barley (Mitte) wurde im Lazarus-Hospiz von den Lobetal-Geschäftsführern Pastorin Friederike Winter und Martin Wulff empfangen.

Lazarus Hospiz-Leiterin Anette Adam (l.) führte Katarina Barley (Mitte) durch die Einrichtung in der Bernauer Straße.

„Hospizarbeit muss auf die Herkunft eingehen“

Berlin/Bethel. Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) würdigte jetzt das ehrenamtliche Engagement der Hospizhelfer im Lazarus Hospiz in Berlin. Bei ihrem Besuch in der Einrichtung der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in der Bernauer Straße kündigte sie zudem an, „den Zugang und die aktive ehrenamtliche Beteiligung in der Hospizarbeit verbessern“ zu wollen.

Im Mittelpunkt des Informationsbesuchs der Ministerin stand auch die Betreuung von Menschen mit Migrationshintergrund in Hospizen. Lazarus-Hospizleiterin Anette Adam machte Katarina Barley darauf aufmerksam, dass Hospizarbeit in anderen Kulturen nicht so stark verankert sei, wie in Deutschland oder in Nordeuropa. „Im stationären Bereich erleben wir immer wieder, dass das Verständnis für unsere Arbeit fehlt“, so Anette Adam. Menschen mit Migrationshintergrund würden palliative Hilfeangebote seltener wahrnehmen. Der Grund dafür könnten Sprachbarrieren, Unkenntnis oder Berührungsängste sein. Zudem fehlten ehren- und hauptamtliche Hospizkräfte mit Migrationshintergrund.

Das Lazarus Hospiz mit 16 Plätzen ist ein Angebot der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die zum Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehört. Lobetal-Geschäftsführer Martin Wulff betonte ebenfalls die Bedeutung der Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie mit islamischen oder anderen kulturellen Wurzeln in der Diakonie. „Wenn wir in der Hospizarbeit oder in anderen Arbeitsfeldern Menschen mit Migrationshintergrund betreuen, dann braucht es die entsprechenden Mitarbeiter“, unterstrich auch Lobetal-Geschäftsführerin Pastorin Friederike Winter.


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