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12.09.2017

Erster ambulanter Hospizdienst in Berlin feierte 25-jähriges Jubiläum


Derzeit engagieren sich 66 Ehrenamtliche im Ambulanten Lazarus Hospizdienst. Sie wurden in intensiven Schulungen auf die Aufgabe vorbereitet.

Pastorin Friederike Winter (v.l.), Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Dr. Irmgard Schwaetzer, Martin Wulff und Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong.

Lydia Röder, Leiterin Ambulanter Lazarus Hospizdienst.

Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundesministerin a. D, und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes: „Die Hospizbewegung hat die Gesellschaft verändert.“ Fotos: Kern.

2.400 Menschen wurden bisher durch den Ambulanten Lazarus Hospizdienst begleitet

Berlin-Mitte. Der Ambulante Lazarus Hospizdienst in der Bernauer Straße feierte am 11. September sein 25-jähriges Jubiläum. In der Festrede betonte Dr. Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundesministerin a. D, und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ambulanten Lazarus Hospizdienstes die gesellschaftliche Relevanz der Hospizarbeit: „Jedes Hospiz ist eine Antwort auf eine Gesellschaft, die das Sterben und die sterbenden Menschen an den Rand drängt, sie unsichtbar machen will. Sterben wieder zu einem wichtigen Teil des Lebens ins öffentliche Bewusstsein rufen, dazu leisten die Mitarbeitenden ihren Beitrag.“ Sie würdigte dabei das große Engagement der Ehrenamtlichen, die einen unverzichtbaren Beitrag für eine menschliche Gesellschaft und ein Leben und Sterben in Würde leisten.

Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel Pastorin Dr. Johanna Will - Armstrong überbrachte die Grüße von Bethel, das in diesem Jahr sein Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen begeht. Neben den stationären Hospizen und dem Kinder- und Jugendhospiz in Bielefeld-Bethel haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel auch viele ambulante Hospiz-Dienste aufgebaut. Bethel ist mit stationären Hospizen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Rheinland-Pfalz vertreten. Unter diesen Angeboten hat der Ambulante Lazarus Hospizdienst die längste Tradition.

Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Martin Wulff erinnerte in seinem Grußwort an die ersten Überlegungen zum Aufbau der Hospizarbeit in der Lazarus Diakonie. Mut und Visionen seien prägend gewesen als die damalige Leitung entschied, diesen Dienst aufzubauen. Damals steckte die Arbeit noch in den Kinderschuhen, und es galt große Überzeugungsarbeit zu leisten.  

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst startete 1992 als erster ambulanter Hospizdienst in Berlin. Mit neun Ehrenamtlichen begann 1992 der erste Ausbildungskurs; in den 25 Jahren wurden 265 ehrenamtlich Mitarbeitende ausgebildet. Derzeit engagieren sich 66 Ehrenamtliche. 2400 Menschen wurden in den 25 Jahren durch den Hospizdienst begleitet.

Kernstück der Arbeit ist die liebevolle Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen. Dazu gehört insbesondere, deren Wunsch zu unterstützen, die letzten Wochen und Monate in der eigenen Wohnung zu verbleiben.

Der Ambulante Lazarus Hospizdienst ist ein Angebot der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Die gehört zum Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.


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