v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen

Aus einer hellen Kinderzeit

Fritz v. Bodelschwingh

Aus einer hellen Kinderzeit

"Während ich bei der Morgenernte unter dem Birnbaum oft zu spät kam, konnte mir mittags auf dem Kirschbaum niemand in die Quere kommen. Er entschädigte mich reichlich für alle Qual des Schulweges an heißen Sommertagen. Dabei entwickelte ich eine bedenkliche Genußsucht. Denn ehe ich auf der Leiter in die Zweige hinaufstieg, füllte ich mir manchmal unten im Garten die Taschen mit frischen Erbsenschoten. Dann saß ich droben in seliger Ruhe und Geborgenheit und steckte abwechselnd süße Erbsen und noch süßere Glaskirschen in den Mund. Dabei kam ich mir so reich vor wie ein König Krösus und so frei wie die kleinen Spatzen, die mit mir um die Wette, nur noch ein Stockwerk höher, von den blanken Früchten schmausten."

Die Aufzeichnungen von Pastor Fritz von Bodelschwingh (1877 bis 1946) über seine Kindheit "Aus einer hellen Kinderzeit" ist bereits in 16. Auflage erschienen. In seinen Erinnerungen, die mit seiner Konfirmation enden, verknüpft Pastor Fritz als Ich-Erzähler früheste Kindheitserinnerungen mit den späteren Erfahrungen und Einsichten des Erwachsenen. Er gibt dabei nicht nur einen Einblick in sein Elternhaus und bietet so einen besonderen Zugang zu der Persönlichkeit seines Vaters Pastor Friedrich von Bodelschwingh, sondern beschreibt zugleich das Zusammenleben der Menschen in Bethel.

Fritz von Bodelschwingh leitete von 1910 bis 1946 in der Nachfolge seines Vaters die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.

Fritz v. Bodelschwingh: Aus einer hellen Kinderzeit. 127 Seiten. Bethel-Verlag. Bielefeld 1996. ISBN 3-922463-13-4. 7,40 Euro.

 
© 2018 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel