v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Spendenprojekte

Wir danken allen Freunden und Förderern Bethels,
die diese Hilfen ermöglicht haben.

Zu den Projekten, die wir dank der Spenden für die Fonds verwirklichen konnten, gehören zum Beispiel:

Therapie für junge Menschen

Für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen bietet das Fachzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Freistatt bei Bremen gezielt pädagogische Hilfen an. Eine besondere Begleitung benötigen Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Ihre traumatischen Erfahrungen äußern sich in schweren Störungen, die ein normales Leben verhindern. Nur mit Hilfe einer kontinuierlichen intensiven Unterstützung kann es ihnen gelingen, den gesellschaftlichen Anforderungen Stand zu halten und im Alltag zurechtzukommen. Für diese jungen Menschen in den Wohn- und Tagesgruppen des Fachzentrums wurden zusätzliche therapeutische Maßnahmen mit 99.999,89 Euro aus dem Spendenfonds „Kinder“ finanziert.

Alzheimer Sinnesgarten

Bunte, wohlriechende und essbare Blumen, Kräuter und Sträucher finden sich im Sinnesgarten des Anna-Meyberg-Hauses in Hannover ebenso wie ein leise plätscherndes Wasserspiel. In der Einrichtung der geschlossenen Gerontopsychiatrie werden 113 demenzkranke Menschen betreut. Viele von ihnen haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, den sie jetzt in dem neuen Garten ausleben können. Ein Wegenetz führt sie an hohen und niedrigen Beeten entlang. Riechen, schmecken, sehen, fühlen und hören – alle Sinne werden dort angeregt. So erleben die Bewohnerinnen und Bewohner eine wohltuende Abwechslung. Zugleich können sie sich in der Natur entspannen und ihren inneren Frieden finden. Für den Alzheimer Sinnesgarten wurden aus dem Spendenfonds „Alte Menschen“ 79.491,71 Euro eingesetzt.

Lifter für Pflegebedürftige

Die alten Menschen, die im Pflegezentrum am Lohmannshof in Bielefeld leben, haben einen hohen Pflegebedarf. Viele von ihnen sind in ihrer Beweglichkeit bereits erheblich eingeschränkt. Darum wurde ein Aufstehlifter gekauft, der die Pflege der 76 Bewohner und Bewohnerinnen wesentlich verbessert. In den Lifter ist zugleich eine Personenwaage eingebaut, sodass sich ohne zusätzlichen Aufwand das Körpergewicht der Bewohner feststellen lässt. Aus dem Spendenfonds „Pflegehilfsmittel“ wurden hierfür 5.494,20 Euro eingesetzt.

Wohnheim in Hagen

Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen haben einen hohen Bedarf an Betreuung und Pflege. Dieses darf aber nicht dazu führen, dass sie vom normalen gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. In Hagen-Hohenlimburg hat Bethel darum ein zentral gelegenes Wohnheim für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen errichtet. Die 24 Einzelzimmer haben je eine eigene Nasszelle und eine kleine Einbauküche. Es gibt zwei Pflegebäder und einen Wintergarten für die gemeinsame Freizeitgestaltung. Aus dem Spendenfonds „Mehrfachbehinderte Menschen“ wurden 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, damit das Haus entsprechend dem besonderen Hilfebedarf der Bewohner ausgestattet werden konnte.

Fachkräfte für Schülerfirma

In der Mamre-Patmos-Schule, einer Förderschule für Menschen mit Behinderung in Bielefeld, werden die Schülerinnen und Schüler in der Abschlussstufe auf die bevorstehende Berufswahl vorbereitet. Alltagsnahe Arbeitsbedingungen lernen sie in der Schülerfirma „magic colors“ kennen, die Speisen und Getränke liefert. Die jungen Menschen üben sich unter anderem darin, die gewünschten Speisen herzustellen, Kunden zu beraten sowie Waren einzukaufen und zu verkaufen. So erwerben sie Fertigkeiten, die für ihre spätere Teilhabe am Arbeitsleben sehr hilfreich sind. Unterstützt werden sie dabei von zwei Fachkräften der Hauswirtschaft. Für die Schülerfirma wurden aus dem Spendenfonds „Junge Menschen“ 57.127,92 Euro bereitgestellt.

Umbau der Werkstatt Senne

Die 120 Beschäftigten in der Werkstatt Senne in Bielefeld freuen sich: Zwei neue Werkräume wurden angebaut, die Toilettenanlagen modernisiert, Umkleideräume geschaffen und ein eigener Speiseraum eingerichtet. Für Rollstuhlfahrer gibt es jetzt eine spezielle Toilette mit Pflegemöglichkeiten. Dank der Baumaßnahmen und der Schaffung neuer barrierefreier Arbeitsplätze finden künftig nicht nur mehr Menschen in der Werkstatt eine sinnvolle Beschäftigung, sondern es können dort auch Menschen mit schwereren Behinderungen arbeiten. Für das Projekt standen aus dem Spendenfonds „Therapie, Ausbildung und Arbeit“ 188.000 Euro zur Verfügung.

Ausbau eines Fahrzeugs

Menschen, die im Haus Am Lohbach in Dortmund auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können trotzdem Veranstaltungen außerhalb ihres Hauses besuchen. Denn mit Hilfe des Spendenfonds „Fahrzeuge“ konnte der VW Caddy der Einrichtung behindertengerecht ausgebaut werden. Im Haus Am Lohbach leben 26 Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Da die Einrichtung in einem reinen Wohngebiet liegt, wären viele Ziele für sie ohne ein geeignetes Fahrzeug nicht erreichbar. Der Ausbau wurde mit Spenden in Höhe von 7.510,98 Euro ermöglicht.

Gemeinsam Kultur erleben

Menschen mit und ohne Behinderung treffen sich im Freizeit- und Kulturzentrum Neue Schmiede in Bielefeld. Vielfältige Kontakte und Begegnungen werden hier möglich, Gemeinschaft wird auf eine vorbildliche Weise verwirklicht. Damit auch schwerer behinderte und ältere Menschen an den Kultur- und Freizeitangeboten teilnehmen können, werden für sie Fahrdienste und eine Begleitung während der Veranstaltungen organisiert. Unterstützung gibt es dabei von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Sie werden so qualifiziert, dass sie den Menschen bei einem Besuch der Neuen Schmiede hilfreich zur Seite stehen können. Aus dem Spendenfonds „Freizeit, Sport und Kultur“ wurde das integrative Angebot mit 29.409,94 Euro gefördert.

Kurzzeitpflege

Das Betheler Kurzzeitheim in Breckerfeld nimmt vorübergehend Menschen mit einer schweren Behinderung und mit erworbenen Hirnschädigungen auf, die zu Hause versorgt werden. Auch die Angehörigen sind einmal krank oder benötigen eine Entlastung von ihrer kräftezehrenden Aufgabe. Für sie ist es eine große Beruhigung, dass sie ihre Verwandten dann in guten Händen wissen. Im Betheler Kurzzeitheim in Breckerfeld werden die behinderten Menschen in dieser Zeit bestens gepflegt und auch gefördert. Die intensive Kurzzeitpflege wurde mit 19.857,01 Euro aus dem Spendenfonds „Mehrfachbehinderte Menschen“ unterstützt.

Umbau eines Fahrzeugs für alte Menschen

Für die Senioren im Pflegezentrum Lohmannshof ist es jedes Mal ein besonderer Tag, wenn ein gemeinsamer Ausflug angekündigt ist. Die unterhaltsame und anregende Abwechslung wird mit großer Spannung erwartet. Allerdings konnten bisher nur jene Bewohnerinnen und Bewohner an den Exkursionen teilnehmen, die ohne Einstieghilfe in den Transporter des Pflegezentrums gelangen konnten. Da es unter den alten Menschen im Lohmannshof auch sehr viele Rollstuhlfahrer gibt, wurde das Fahrzeug mit einer Rollstuhlrampe ausgerüstet. Dafür wurden aus dem Spendenfonds „Fahrzeuge“ 6.974,92 Euro verwendet. So können jetzt auch die weniger mobilen Bewohnerinnen und Bewohner an den Fahrten teilnehmen und die Ausflüge in der Gemeinschaft genießen.

Förderung von jungen Menschen

Kinder und Jugendliche, die Missbrauch und Gewalt erleben mussten und aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen schwere Störungen aufweisen, finden durch Bethel gezielte pädagogische Hilfen. Im Fachzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Freistatt werden sie gefördert und betreut. Vor allem in den Wohn- und Tagesgruppen erfordern die speziellen Problemlagen dieser jungen Menschen  eine besondere und kontinuierliche therapeutische Begleitung. Nur so erhalten die Kinder und Jugendlichen das notwendige Rüstzeug, um im Leben zurechtzukommen. Das zusätzliche therapeutische Angebot wurde mit 72.034,23 Euro aus dem Spendenfonds „Kinder“ unterstützt.

Pflegerollstühle für das Haus Abendfrieden

Im Haus Abendfrieden, einer stationären Pflegeeinrichtung, leben alte pflegebedürftige und demenziell erkrankte Menschen. Damit auch jene ihr Zimmer verlassen und Gemeinschaft erleben können, die schwerstpflegebedürftig sind, wurden spezielle Rollstühle angeschafft. Ihre Rückenlehne ist anatomisch geformt und lässt sich stufenlos verstellen. Dank dieses Liegekomforts können auch bettlägerige Menschen über einige Stunden am täglichen Leben teilhaben. Aus dem Spendenfonds „Alte Menschen“ wurden für die Pflegerollstühle 1.785,19 Euro verwendet.

Neuer Standort für den Sozialdienst

Für Menschen ohne Wohnung ist der Betheler Sozialdienst eine wichtige Anlaufstelle, denn er hilft ihnen bei der Bewältigung ihrer sozialen Schwierigkeiten. Um für die Betroffenen besser erreichbar zu sein, wurde der Standort in das Bielefelder Stadtzentrum verlegt. Dort ist die Einrichtung jetzt mit einer Sozial- und Suchtberatung, dem medizinischen Angebot Streetmed und einem Aufenthaltsbereich vertreten. Dank des Spendenfonds „Menschen ohne Wohnung“ konnten für die neuen Räumlichkeiten Besuchersessel, eine Sofasitzecke und eine Küchenzeile mit Elektrogeräten, Tische und Leuchten sowie Pflanzen und Bilder angeschafft werden. Für das Inventar wurden 11.000 Euro eingesetzt.

Ausstattung für Kontaktstelle

Menschen mit psychischen Erkrankungen, die in einer eigenen Wohnung leben und ambulant betreut werden, sind – anders als in einem Wohnheim – auf sich gestellt, wenn sie den Kontakt zu anderen Menschen suchen. Nicht selten drohen sie zu vereinsamen. Die „Ambulanten und teilstationären Hilfen“ in Bethel haben darum ein Café mit Freizeit- und Gruppenangeboten eingerichtet, das an allen Wochentagen geöffnet ist. Menschen begegnen einander hier bei den unterschiedlichsten Aktivitäten. Sie kochen gemeinsam, treffen sich zum Sport oder zum Singen, nehmen an Bibelgesprächen teil oder sind in der Schreibwerkstatt aktiv. Auch Volkshochschulkurse, Seminare und Informationsveranstaltungen werden angeboten. Für die Ausstattung des Cafés mit Möbeln, einer Küche, sanitären Anlagen und einer Waschküche wurden aus dem Spendenfonds „Psychisch kranke Menschen“ 40.000 Euro verwendet.

Gruppenurlaub

In den Betheler Jugendhilfe-Einrichtungen werden junge Menschen betreut, die in ihren Herkunftsfamilien nicht die Liebe und Geborgenheit erhalten haben, die für ein gelingendes Leben notwendig sind. Oft ist ihre Seele verletzt und ihre Entwicklung beeinträchtigt, so dass sie eine intensive Unterstützung benötigen. Viele zeigen ein auffälliges Verhalten im Zusammensein mit anderen Menschen. Die Betheler Jugendhilfe eröffnet ihnen den Weg in ein normales Leben. Auch die Gruppenurlaube gehören zu den pädagogischen Maßnahmen. Hier lernen die Jugendlichen in einer ungewohnten Umgebung, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu helfen. Außerdem gewinnen sie neue Eindrücke, die im Alltag positiv nachwirken. Für einen Gruppenurlaub in einem Ferienzentrum an der Ems wurden aus dem Spendenfonds „Freizeit, Sport, Kultur“ 1.604,74 Euro eingesetzt.

Ambulante Palliativpflege

An der Grenze zwischen Leben und Tod gilt, dass zur Würde des Menschen auch die Würde des Sterbens gehört. Diese zu wahren, hat sich die Ambulante Palliativpflege des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld zur Aufgabe gemacht. Schwerstkranke und sterbende Menschen, die ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen möchten, begleitet der Dienst ganzheitlich und respektvoll in ihrer vertrauten Umgebung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich dafür ein, dass die Betroffenen bis zuletzt Lebensqualität erfahren. Sie pflegen die sterbenden Menschen, lindern ihre Schmerzen und leisten ihnen und ihren Angehörigen psychosozialen und geistlichen Beistand. Für diese schwere Aufgabe wurden aus dem Spendenfonds „Hospizarbeit“ 37.611,63 Euro zur Verfügung gestellt.

Deckenlifter für Werkstatt

Immer mehr Beschäftigte in der Werkstatt Ebenezerweg benötigen aufgrund ihrer Behinderung eine pflegerische Unterstützung im Arbeitsalltag. Manchmal müssen mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig helfen, um einen Beschäftigten mit Behinderung vom Rollstuhl auf die Toilette umzusetzen. Da der pflegerische Aufwand in der Abteilung stetig wächst, wurden für den Sanitärbereich und für den Ruheraum zwei Deckenlifter angeschafft. Mit diesem System können die Beschäftigten sicher auf die Toilette oder die Ruheliege und wieder zurück in den Rollstuhl gebracht werden. Aus dem Spendenfonds „Pflegehilfsmittel“ wurden hierfür 7.510,11 Euro zur Verfügung gestellt.

Neue Werkstatt-Abteilung

In der Bernhard-Mosberg-Werkstatt arbeiten 180 Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Die Nachfrage nach Plätzen ist so groß, dass sie durch das bestehende Angebot nicht gedeckt werden kann. Um auch den schwerer behinderten Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen und sie beruflich zu fördern, wurde im Mai 2005 im Gebäude Ophir in Bethel eine neue Werkstatt-Abteilung mit 15 Plätzen eröffnet. Für die Ausstattung standen aus dem Spendenfonds „Mehrfachbehinderte Menschen“ 26.750 Euro zur Verfügung.

Altenpflegezentrum Kirchdorf

Die Eröffnung des Altenpflegezentrums der Diakonie Freistatt in Kirchdorf Ende 2005 lockte Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Diepholzer Region an. Die Einrichtung mit 60 Plätzen entspricht den modernsten Anforderungen an die pflegerische und medizinische Betreuung alter Menschen. Die Räumlichkeiten sind gemütlich möbliert, so dass sich die Bewohner hier zu Hause fühlen können. Für die altersgerechte Gestaltung der Innenausstattung konnten aus dem Spendenfonds „Alte Menschen“ 92.100 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Ambulante Palliativpflege

Sterbende Kinder und Erwachsene sollen ihre letzte Lebensphase möglichst zu Hause in der Geborgenheit und Wärme ihrer Familie verbringen können. In seinem Engagement für eine menschliche Sterbekultur hat Bethel darum im Ev. Krankenhaus Bielefeld eine ambulante Palliativpflege aufgebaut. Das Pflegeteam begleitet und pflegt die Sterbenden in ihrem vertrauten Zuhause. Es bietet neben der Schmerztherapie und Symptomlinderung auch eine psychosoziale und spirituelle Betreuung der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen an. So wird ein würdevoller Abschied möglich. Für das Projekt wurden aus dem Spendenfonds „Hospiz“ 50.181,15 Euro verwendet.

Therapiegarten mit Klangschale

Im Therapiegarten des Behandlungszentrums für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in Berlin können die Patienten Sinneserfahrungen machen und Spannungen abbauen. Ebenso hilft der Garten, die Patienten in der Planung von Handlungen zu fördern, sie zur körperlichen Betätigung zu motivieren sowie ihre Grob- und Feinmotorik zu stärken. Um die vorhandenen Therapieformen auszubauen, wurden unter anderem Aktionsgeräte, wie eine Schaukel und eine Murmelbahn, und Klangobjekte, zum Beispiel eine Wasserklangschale, angeschafft. Hierfür gab es aus dem Spendenfonds „Psychisch kranke Menschen“ eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 17.733,03 Euro. Das Betheler Behandlungszentrum in Berlin gehört zur Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge.

Augenlaser für Frühgeborene

Sehr frühgeborene Kinder können eine Augenerkrankung entwickeln, die zur Erblindung führt. Im Kinderzentrum Bethel werden diese kleinen Patienten regelmäßig augenärztlich untersucht. Bei fortgeschrittenen Augenveränderungen wurden sie bisher in der Universitäts-Augenklinik in Essen behandelt. Für die kleinen Intensivpatienten, die oft beatmet werden müssen, ist der Transport aber sehr belastend. Mit Hilfe des Spendenfonds „Medizinische Geräte“ konnte das Kinderzentrum Bethel für 33.000 Euro einen Spezial-Laser anschaffen. Die Fachleute aus Essen kommen jetzt nach Bethel und nehmen die Operationen im Kinderzentrum vor. So bleibt den jüngsten Patienten die risikoreiche Verlegung erspart.

Helferinnen und Helfer in Schulen

Einzelne Schüler und Schülerinnen, die in den verschiedenen Betheler Sonderschulen unterrichtet werden, benötigen zusätzlich zur sonderpädagogischen Förderung die Assistenz eines Schulbegleiters. So müssen zum Beispiel Schülerinnen und Schüler mit einem extrem hohen medizinisch-pflegerischen Bedarf, mit einem hohen Mobilisierungsbedarf und mit einem sich selbst verletzenden Verhalten begleitet werden. Dazu gehören Hilfen beim Essen ebenso wie eine intensivere Beaufsichtigung. Unterstützung erhalten die Lehrkräfte von Zivildienstleistenden, Diakonischen Helferinnen und Helfern sowie Praktikantinnen und Praktikanten des Betheljahres. Diese dringend benötigte Assistenz wurde aus dem Spendenfonds „Kinder“ mit 121.000 Euro unterstützt.

Hilfen für Menschen mit Autismus

Epilepsiekranke Menschen mit Autismus erleben ihre Umwelt als unverständlich und bedrohlich. Sich in andere Menschen hineinzuversetzen, die Regeln des sozialen Miteinanders zu erkennen, den Alltag zu organisieren – das fällt ihnen schwer. Damit sie sich sicher und angstfrei fühlen können, benötigen sie ein reizarmes und klar strukturiertes Umfeld. Bethel richtete für sie spezielle Wohngruppen ein. Hierfür wurden aus dem Spendenfonds „Menschen mit Epilepsie“ 45.000 Euro bereitgestellt.

Kleinbus für Tagesstätten

Bis zu 30 Menschen mit psychischen Erkrankungen finden eine Beschäftigung im Arbeitsprojekt Tegeler Weg/Kamminer Straße in Berlin. Die meisten von ihnen leben ambulant betreut in einem angeschlossenen Wohnverbund. Durch eine Zusammenarbeit mit der Werkstatt für behinderte Menschen in Lobetal haben sich weitere Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen mit psychischen Erkrankungen ergeben. Dieser Kleinbus bringt die Beschäftigten zu den neuen  Arbeitsplätzen. Für das Fahrzeug, das für Rollstuhlfahrer geeignet ist, standen aus dem Spendenfonds „Fahrzeuge“ 28.000 Euro zur Verfügung. Der Kleinbus wird auch im Wohnverbund genutzt, da es hier – ebenso wie im Arbeitsprojekt – bisher kein entsprechendes Fahrzeug gab.

Integratives Theater

Die Theaterwerkstatt Bethel vereint seit mehr als 20 Jahren unterschiedlichste Menschen in Tanz, Theater und Musik: behinderte und nichtbehinderte, alte und junge, kranke und helfende. Sie ist somit ein gutes Beispiel für die Betheler Vision „Gemeinschaft verwirklichen“. Die Theaterarbeit in Bethel ist Kunst und Therapie zugleich. Theatrale Elemente können zum Beispiel in der Kommunikation mit schwerstbehinderten Menschen eingesetzt werden, wenn die Verständigung über die Sprache nicht möglich ist. Die Theaterwerkstatt wurde mit 47.323,83 Euro aus dem Spendenfonds „Freizeit, Sport und Kultur“ unterstützt.

Arbeit und Qualifizierung

Die Gebal Gevelsberg bietet als Beschäftigungsgesellschaft Menschen Arbeit und Qualifizierung, die langzeitarbeitslos sind. Ihnen soll wieder der Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Die Teilnehmer werden entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Montage und Produktion, Bau, Garten- und Landschaftspflege, Renovierungen, Schlosserei oder Kunstschmiede gefördert und erhalten Unterstützung bei Bewerbungen. Die Anmietung der notwendigen Werkhalle und die befristete  Beschäftigung von Arbeitsanleitern wurden mit 39.666,10 Euro aus dem Spendenfonds „Menschen ohne Wohnung“ finanziert.

Projekt „50Plus“

Sie sind über 50, seit Jahren arbeitslos und in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Im Stiftungsbereich Vor Ort nehmen darum zehn Handwerker an der Qualifizierungsmaßnahme „50plus“ der Gebal Gevelsberg teil und sanieren ein denkmalgeschütztes Bauwerk. Zwei von ihnen konnten bereits über die Kontakte, die sich auf der Baustelle ergeben haben, in Arbeit vermittelt werden. Ende 2006 soll das „Neue Äbtissinnenhaus“ restauriert sein und für die Qualifizierung, Schulung und Fortbildung langzeitarbeitsloser Menschen genutzt werden. Das Projekt „50Plus“ wurde mit 80.000 Euro aus dem Spendenfonds „Therapie, Ausbildung, Arbeit“ unterstützt.

Projekt „Arbeit oder Kaffee“

Für chronisch psychisch kranke Menschen gibt es in Eckardtsheim das Projekt „Arbeit oder Kaffee“. In der Cafeteria im Haus Heidegrund können sie bei einem Kaffee andere Menschen treffen, aber auch kreative oder industrielle Arbeiten übernehmen. Die Betroffenen erfahren immer wieder akute psychische Erkrankungen und können schon seit Jahren keiner regelmäßigen Arbeit mehr nachgehen. So haben sie ihren geordneten Tagesablauf und schließlich ihr Selbstwertgefühl verloren. Das Projekt „Arbeit oder Kaffee“ hilft ihnen, in kleinen Schritten Fähigkeiten und Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Für das Tagesstrukturangebot wurden aus dem Spendenfonds „Psychisch kranke Menschen“ 104.594,88 Euro verwendet.

Halle für Betheler Schulsport

235 Schülerinnen und Schüler der Mamre-Patmos-Schule in Bethel freuen sich: Ende Dezember 2004 wurde die neue Turnhalle der Schule eingeweiht. Auf der 400 Quadtratmeter großen Spielfläche und in einem zusätzlichen Bewegungsraum mit Bodentrampolin werden die jungen Menschen mit Behinderung jetzt im Sportunterricht gefördert. Die neue Halle ist rollstuhlgerecht und von der Schule aus auf einer Ebene zu erreichen. Von außen ermöglicht ein Fahrstuhl den Zugang. Mehrfarbige Wände helfen den Schülern bei der Orientierung. Das Projekt konnte mit 960.457,38 Euro aus dem Spendenfonds „Kinder“ finanziert werden.

Arbeit für Menschen mit Autismus

Menschen mit Autismus benötigen ein sehr reizarmes und deutlich strukturiertes Umfeld, damit es ihnen gelingt, ihr Leben zu organisieren. Sie nehmen die Welt anders wahr und können ihre Eindrücke nicht zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen. Für ihre Teilnahme am Arbeitsleben ist daher ein ganz besonderer Rahmen erforderlich. Die Werkstatt am Bullerbach in Eckardtsheim bietet in einer speziellen Abteilung 15 Arbeitslätze für Menschen mit Autismus an, die individuell auf ihre Fähigkeiten und Interessen zugeschnitten sind. So wird für jeden Einzelnen ein Mehr an Lebensqualität und Selbstständigkeit ermöglicht. Für das Projekt wurden 59.952,59 Euro aus dem Spendenfonds „Mehrfachbehinderte Menschen“ verwendet.

Fachpersonal für Schulsozialarbeit

In der Schule für Erziehungshilfe am Schlepperweg in Eckardtsheim werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen und deswegen ein sozial auffälliges Verhalten zeigen. Ohne Ziele und Perspektiven gleiten zunehmend jüngere Schüler in gesellschaftliche Randgruppen ab. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, lernen sie in der besonderen Schule nicht nur Deutsch und Mathematik, sondern sie und ihre Familien erhalten auch sozialpädagogische Hilfen. Diese Schulsozialarbeit – dazu gehören die Schüler- und Elternberatung oder auch Hilfen zur Krisen- und Konfliktbewältigung – wurde mit 60.046,60 Euro aus dem Spendenfonds „Kinder“ finanziert.

Künstler in Bethel

Kunst als Quell der Lebensfreude und als Therapie – im Künstlerhaus Lydda in Bethel finden Menschen mit Behinderung sowohl das eine als auch das andere. Viele Talente werden hier entdeckt. Es gibt immer wieder Künstler aus Bethel, die sich weit über die Ortschaft hinaus einen Namen machen. Und jene, die nicht sprechen können, haben hier vielseitige Möglichkeiten, ihre Gefühle auch ohne Worte auszudrücken. Die Förderung künstlerisch interessierter Menschen mit Behinderung wurde mit 16.009,65 Euro aus dem Spendenfonds „Freizeit, Sport und Kultur“ unterstützt.

Beratungsdienst Psychiatrie

Menschen, die psychisch erkranken, und auch ihre Angehörigen, müssen oft plötzlich und unvorbereitet mit einer Situation fertig werden, mit der sie sich zuvor kaum beschäftigt hatten. Für die meisten ist es – besonders auch in einer akuten Notlage – schwierig, sich in den Hilfesystemen mit den vielfältigen Angeboten zurechtzufinden. Bethel hat darum einen Beratungsdienst Psychiatrie eingerichtet, bei dem sich Betroffene über stationäre und ambulante Betreuungsmöglichkeiten in ganz Deutschland informieren können. Der Beratungsdienst nennt konkrete Ansprechpartner, hilft bei der Suche nach passenden Einrichtungen in Wohnortnähe und nimmt sich der Nöte der Anfragenden an. Fachliche Informationen gehören ebenso zu der Beratung wie seelsorgerliche Gespräche. Aus dem Spendenfonds „Psychisch kranke Menschen“ wurden für diese Beratung 24.544,32 Euro zur Verfügung gestellt.

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