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Mehr als 700 Bethel-Mitarbeiter in Spenderdatei

Martin Wortmann spendet Stammzellen für "genetischen Zwilling" in Finnland

Diakon Martin Wortmann spendete Stammzellen, um einem Leukämiepatienten eine Überlebenschance zu geben.
Diakon Martin Wortmann spendete Stammzellen, um einem Leukämiepatienten eine Überlebenschance zu geben.

Ein Bethel-Mitarbeiter hat mit seiner Stammzellspende einem Leukämiepatienten die Chance auf ein Überleben ermöglicht. Im März wurden ihm die Stammzellen entnommen und einem „genetischen Zwilling“ in Finnland übertragen.

Diakon Martin Wortmann, der in der Betheler Behindertenhilfe arbeitet, hatte 2007 an einer Typisierungsaktion für die DKMS innerhalb der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel teilgenommen. Vor einigen Monaten wurde der Bielefelder per Post benachrichtigt, dass er der passende Spender für einen Leukämiepatienten sei. „Da habe ich mich sehr gefreut, dass ich einem anderen Menschen vielleicht eine Perspektive und eine neue Lebensqualität geben kann“, berichtet er. Später sei er aber auch etwas aufgeregt gewesen, weil er nicht genau wusste, was genau auf ihn zukommt. Im Nachhinein sei die Stammzellspende, die in einer Klinik in Köln vorgenommen wurde, sehr schonend gewesen. „Davor muss man wirklich keine Angst haben. Und ich kann nur jedem raten, sich typisieren zu lassen“, sagt der Familienvater.

Die DKMS ist mit mehr als 2,6 Millionen potenziellen Spendern die weltweit größte Datei. Leukämiepatienten in vielen Ländern profitieren von der Knochenmarkspenderdatei. Martin Wortmann war sehr überrascht, dass er einem Leukämiepatienten in Finnland hilft. „Mir war nicht bewusst, dass die DKMS so international vernetzt ist.“

In Bethel haben sich 735 Mitarbeiter typisieren lassen.
In Bethel haben sich 735 Mitarbeiter typisieren lassen.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Für einige Patienten ist die Übertragung von Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Ob seine Spende dem Patienten in Finnland tatsächlich gerettet hat, erfährt Martin Wortmann erst im Sommer. Kennenlernen wird er seinen „genetischen Zwilling“ leider nicht. „In Deutschland sind Begegnungen nach zwei Jahren möglich. In Finnland verbietet der Gesetzgeber die Kontaktaufnahme“, erklärt Ralf Peters, Fundraising-Mitarbeiter der DKMS.

Bereits seit 2007 haben die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel vier Typisierungsaktionen durchgeführt. Nach Auskunft der DKMS sind 735 Bethel-Mitarbeitende in der Spenderdatei registriert. Und Martin Wortmann ist mittlerweile der fünfte Bethel-Mitarbeiter, der durch seine Stammzellspende einem Leukämiepatienten eine Überlebenschance gegeben hat.

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