v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
Barbara Kroll mit einem Patienten vor dem streetmed-Wagen

Eine Ärztin für die Straße

„Streetmed“ ist eine rollende Arztpraxis. Damit fährt die Allgemeinmedizinerin Barbara Kroll seit 1996 die Plätze in Bielefeld an, wo sich wohnungslose Menschen treffen. Ihre Patienten haben meist Suchtprobleme oder sind psychisch krank. Sie leben in Notunterkünften, schlimmstenfalls sogar auf der Straße. Die Hürden, im Krankheitsfall eine Arztpraxis aufzusuchen, sind hoch. Scham spielt sicherlich eine Rolle, aber auch die Angst vor zusätzlichen Kosten. Dabei haben vor allem Menschen ohne Wohnung, die Wind und Wetter ausgesetzt sind, gesundheitliche Probleme. Auch die schlechte Ernährung, Alkohol oder andere Drogen führen zu schweren Erkrankungen. Weil die Hemmschwelle eine Arztpraxis aufzusuchen groß ist, kommt die Praxis zu ihnen. „Streetmed“ wird durch Spenden aus Bethel unterstützt.

Barbara Kroll hat eine Zusatzqualifikation zur Palliativärztin. Das heißt, dass sie auch Menschen mit einer todbringenden Krankheit in der letzten Phase des Lebens gut versorgen kann. Schmerztherapie gehört zu dem Aufgabengebiet und auch die Behandlung von Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Atemnot. Barbara Kroll ist eng eingebunden in das Bielefelder Palliativnetz. Sie arbeitet mit dem stationären Hospiz „Haus Zuversicht“ in Bethel, allen Bielefelder Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, sozialen Diensten und ambulanten Pflegediensten zusammen. Menschen, die trotz eines hohen Pflegebedarfs die letzten Tage ihres Lebens lieber in der vertrauten Umgebung bleiben möchten, werden auch in prekären Wohnverhältnissen gut versorgt und hospizlich begleitet.

© 2017 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel