v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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1960 bis 1980 - Mehr Freiheit, mehr Selbstständigkeit

April 1961
Beginn des zivilen Ersatzdienstes in Bethel. Bethel ist die erste Zivildiensteinsatzstelle in der Bundesrepublik


1961
Eröffnung des neuen Heimathofes, beginn der Arbeit mit den so genannten Nichtsesshaften in Homborn.

1962
Beginn der industriellen Arbeiten in einer alten Holzbaracke, weil immer weniger behinderte Bewohner in der Lage sind in den traditionellen Arbeitsbereichen den Handwerksbetrieben und der Landwirtschaft zu arbeiten. 17 behinderte Mitarbeiter und ein Vorarbeiter beginnen mit entgraten und montieren diverser Kunststoffteile. Aus diesen Anfängen entstehen die Werkstätten für Behinderte in Bethel. Bis Jahresende sind es sieben Werkstätten, d.h. eine zentrale und sieben Hauswerkstätten in denen insgesamt 100 Menschen mit Behinderungen beschäftigt werden.

15.7.1963
Bundespräsident Luebke besucht Bethel.

1963
Die Werkstatt in der Holzbaracke wird ausgebaut und modernisiert und weitere Hauswerkstätten entstehen. Am Jahresende gibt es 22 Werkstätten mit 280 Beschäftigten.

20.5.1964
Das Institut für Heilpädagogik beginnt seine Arbeit mit zehn Frauen und neun Männern.

1.10.1965
Einrichtung einer hauptamtliche Pressestelle in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.

Juli 1966
Um den Mangeln an Pflegekräften zu beseitigen, beginnt Bethel koreanische Schwestern auszubilden.

16.4.1967
Betheltag in der Westfalenhalle in Dortmund aus Anlass der 100-Jahr-Feier Bethels.

Herbst 1968
Die Teilanstalt Homborn nimmt die ersten Menschen mit Epilepsie auf.

15.12.1968
Friedrich v. Bodelschwingh tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Pastor Alex Funke. Ihm steht die Aufgabe bevor, Bethel den Anforderungen sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen anzupassen. Zu dieser Zeit werden in Bethel ca.7569 Personen betreut, davon 4135 Personen mit Behinderungen.

April 1969
100jähriges Bestehen Sareptas. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist eine Festversammlung in der Bielefelder Oetkerhalle. Im Rahmen des Jubiläums wird die Frage nach der Zukunft der Diakonissenschaft diskutiert, denn der Nachwuchsmangel macht sich langsam bemerkbar. 1969 hat Sarepta noch 931 aktive und 481 Schwestern im Feierabend.

14.9.1969
Johannes Busch wird als Vorsteher der Westfälischen Diakonenanstalt Nazareth eingeführt. Auch Nazareth diskutiert neue Strukturen, denn die Diakonenschaft musste aus Mitarbeitermangel einige Arbeitsfelder aufgeben. Nazareth hat 496 aktive Diakone und 123 Diakone im Feierabend.

Frühjahr 1970
Beginn der Arbeit des Quickborn-Teams, einer Management-Beratungsgruppe. Einrichtung einer Planungsgruppe zur Reorganisation der Leitungsstrukturen der Anstalten.

1.1.1971
Vereinigung der Bethel-Mission mit der Rheinischen Missionsgesellschaft in Wuppertal-Barmen zur Vereinigten Evangelischen Mission (VEM).

10.3.1971
Zum Besuch des Bundespräsidenten Heinemann erscheint die erste Ausgabe der Patientenzeitung „Der Drücker“.

Herbst 1971
Der Brüdertag von Nazareth beschließt, in Zukunft auch Diakoninnen auszubilden.

Herbst 1971
Beginn der Arbeit des Planungsteams „Patientenbereich“. Ziel: Erarbeitung von Therapieplänen, die bereits vom Tag der Aufnahme an wirksam werden.

1.8.1971
Organisatorische Vereinigung der Friedrich v. Bodelschwingh-Schule und der Sarepta-Schule zu einem Öffentlich-stiftischen Gymnasium der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.

1971
Sarepta eröffnet das Einkehrhaus „Haus der Stille“.

Sommer 1972
Einrichtung einer „Ökumenischen Werkstatt“ im Missionshaus.

15.11.1972
Verabschiedung einer neuen Satzung, die es ermöglicht, das Bethel, Sarepta und Nazareth als eine Rechtseinheit auftreten können. Dies führt zur Bildung eines neuen 15köpfigen Verwaltungsrates. Die bisher bestehenden drei Verwaltungsräte gehen in den Beirat der Freunde und Förderer über. Als Gremium zur Leitung und Außenvertretung wirken die Vereinigten Vorstände.

25.6.1973
Bundeskanzler Willi Brandt besucht Bethel.

Juli 1973
Einweihung der Krankenpflegeschule Bethel.

Juli 1975
Eröffnung der Gemeinschafts-Werkstätten im neuen Gebäude am Quellenhofweg.

1.11.1975
Anerkennung der Gemeinschafts-Werkstätten durch die Bundesanstalt für Arbeit als „anerkannte WFB“ nach § 52 SchwBG.

1975
Erstmals werden Richtlinien für Mitarbeiter zum Thema „Begegnung der Geschlechter unter behinderten Menschen“ in der Mitarbeiterzeitschrift DER RING veröffentlicht. Mit diesen Richtlinien wird die bisher gewollte scharfe Trennung der Geschlechter aufgehoben. Die in vielen Häusern noch existierenden Stationen werden in kleine Wohngruppen umgewandelt, in denen bessere Besuchs- und Begegnungsmöglichkeiten vorhanden sind.

12.3.1977
Gründung des Vereins Krankenhausfunk e.V. in Bethel.

1.1.1978
Im Fachbereich Epilepsie wird eine Bereich „Kinder und Jugendliche“ eingerichtet. Damit sollen alle diagnostischen, therapeutischen und pädagogischen Hilfen zu einer Einheit zusammengefasst werden.

1.8.1978
Einrichtung des Institutes für Neuropathologie zur Erforschung der Epilepsien und der psychischen Erkrankungen.

1.4.1979
Die v. Bodelschwinghschen Anstalten übernehmen einen Teil der psychiatrischen Pflichtversorgung in der Stadt Bielefeld.

16.12.1979
In der Nachfolge von Alex Funke wird Pastor Johannes Busch als Anstaltsleiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten eingeführt

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