v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
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1980 bis 2000 - "Ambulant vor stationär!"

5.3.1980
Bundespräsident Carstens besucht Bethel.

31.12.1980
Im Bereich der v. Bodelschwinghschen Anstalten sind 8.549 Mitarbeiter beschäftigt. Davon arbeiten 2845 in Kliniken uns Sonderkrankenhäusern, 1.058 in Heimen, 275 im Erziehungsbereich, 172 im Nichtsesshaftenbereich, 3073 in Versorgungs- und Dienstleistungsbetrieben und Werkstätten für Behinderte und Werktherapien, 1.126 im Hoch-, Fach- und Sonderschulbereich, 2.700 Studenten und Schüler. Im Bereich der Gesamtanstalt wurden insgesamt 4.765 Betreute gezählt. Davon 1.751 Anfallskranke, 661 psychisch Kranke, 489 geistig Behinderte, 242 in Akutkrankenhäusern, 970 Nichtsesshafte. Der Rest sind erziehungsbedürftige Jugendliche, Suchtkranke, in Rehabilitandenheimen, in Altersheimen, jugendliche Nichtsesshafte.

1981
In Gilead wird eine Neurochirurgische Abteilung eingerichtet. Dort werden in begrenztem Umfang auch Operationen durchgeführt, die der Besserung oder Heilung von Anfallskrankheiten dienen. In 1981 erhält die Abteilung auch einen Computertomographen.

6.12.1981
Pastor Alex Funke wird Ehrenbürger der Stadt Bielefeld.

März 1982
Das 100jährige Bestehen Eckardtsheims wird gefeiert. Im Jubiläumsjahr leben hier 1530 psychisch kranke, anfallskranke und mehrfach behinderte, alte, gefährdete und sozial benachteiligte Menschen.

1981-1984
Aktionsprogramm Psychiatrie der vBA Bethel. Dieses Programm beinhaltet u. a.:
- den Auszug der Langzeitpatienten aus Morija
- die Angliederung von Morija an Gilead
- die Gründung der Langzeithäuser Triangel, Roggen und Steinburg.

1985
Übernahme der psychiatrischen Pflichtversorgung für die ganze Stadt Bielefeld.

1985
Der letzte noch vorhandene große Schlafsaal in einem Betheler Haus wird beseitigt. Nun gibt es überall Ein- oder Zweibettzimmer.

13.2.1985
Bundespräsident v. Weizsaecker  besucht die Anstalten.

1.5.1985
In den USA beginnt eine Bethel-Ausstellung, die zwei Jahre durchs Land reist.

6.5.1987
Eröffnung des Heimdialysezentrums in Gilead.

16.11.1987
Bethel erhält einen Kernspintomograph, der der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

1987
Die Leitungsstrukturen werden erneut umstrukturiert. Es entstehen die bis Ende der 1990er Jahre gültigen Strukturen.

1.7.1988
Kooperationsvertrag zwischen Bethels und der Cleveland Clinic Foundation in Cleveland (Ohio) abgeschlossen. Planungen für die Einrichtung einer Epilepsie-Neurochirurgie beginnen. Man schätzt, dass ab 1990 pro Jahr 100 Operationen durchgeführt werden können. Dabei geht man davon aus, dass voroperative Diagnostik und Nachbehandlung in der Epilepsie-Klinik Mara, die Operation weiterhin in Gilead durchgeführt werden.

31.1.1990
Der Staatsratsvorsitzende der ehemaligen DDR, Erich Honecker, wird im Pfarrhaus Lobetal aufgenommen.

1.5.1992
Beschlüsse über strukturelle Anpassungen der Leitungs- und Organisationsstrukturen treten in Kraft. Maxime „Stärkung der Einheit bei größtmöglichster Eigenständigkeit der Teilbereiche“. In Folge dieser Anpassungen ändert sich auch die Zusammensetzung des Vorstandes.

1992
Feier des 125jährigern Bestehens der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.

1.9.1993
Gründung des Hospiz e.V. in Bethel.

14.9.1993
Besuch des japanischen Kaiserpaares in Bethel.

Oktober 1993
Umwandlung der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) in ein internationales Missionswerk (United ev. mission) der Vereinten evangelischen Mission (VEM) von 33 Kirchen und den v. Bodelschwinghschen Anstalten.

1994
125jähriges Bestehen der Diakonissenanstalt Sarepta.

11.3.1994
Der Verwaltungsrat beruft Pastor Friedrich Schophaus zum Nachfolger des bisherigen Anstaltsleiters Johannes Busch, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

4. Advent 1994
Einführung von Pastor Friedrich Schophaus als Anstaltsleiter der v Bodelschwinghschen Anstalten Bethel.

1.8.1995
Eröffnung der Schule für Ergotherapie in Eckardtsheim.

Ende 1995
Nach dem endgültigen Aus für den Torfabbau in Freistatt schließt auch das Torfwerk Ende 1995 seine Pforten. Freistatt hat sich mit der Gründung einer „Stiftung Naturschutz und Landschaftspflege Freistatt“ dazu verpflichtet, Aufgaben im Bereich des Naturschutzes zu gewährleisten.

1.4.1996
Neue Strukturen in der Teilanstalt Bethel in Kraft getreten. Kernstück der Strukturreform in die Bildung von sechs Fachbereichen mit einer klar umrissenen Aufgabenstellung.

26.6.1997
Reform des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) Im Gesetz wird u. a. der Vorrang der offenen Hilfen, die Anpassung des Leistungsrahmen des BSHG an den des Pflegeversicherungsgesetztes, die Vergütung von Leistungen der Einrichtungen in Form von Pauschalen vom Sozialhilfeträger etc. gefordert.

August 1996
Zusammenfassung aller Ressourcen der Wohnungslosenhilfe. Beschluss die klassischen Einrichtungen des Arbeitsfeldes und die GEBAL GmbH (bietet Langzeitarbeitslosen Beschäftigungsmöglichkeiten mit dem Ziel der Integration auf den freien Arbeitsmarkt) aus den bisher zuständigen Teilanstaltsstrukturen herauszulösen und als Einheit zusammenzufassen.

1.1.1997
Die Wohnungslosenhilfe Bethel GmbH, als Zusammenschluss der Gebal GmbH und der Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe der Teilanstalten nimmt ihre Arbeit auf.

September 1997
Die Teilanstalt Bethel eröffnet eine Dependance in Dortmund. Dort werden stationäre Hilfeangebote für zehn Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen angeboten.

1.1.1998
Die reformierte Eckardtsheimer Leitungsstruktur tritt in Kraft. Danach gibt es jetzt fünf Fachbereiche.

9.6.1998
Besuch von Bundespräsident Roman Herzog in Bethel. Den Schwerpunkt seines Besuches bildet der Bereich Wohnungslosenhilfe.

17.6.1998
Eröffnung des stationären Hospizes Bethel in Haus Zuversicht.

1999
Sarepta führt eine neue „Lebens- und Dienstordnung“ ein. Danach fällt bei neu eingetretenen Schwestern der Anspruch auf lebenslange Versorgung weg. Aufgenommen werden können jetzt auch verheiratete Frauen.

April 1999
Die beiden Stiftungen Nazareth und Sarepta beschließen in Zukunft einen engen Verbund zu bilden mit einer Direktion. Dies soll ab 1.1.2000 gelten.

Juni 1999
100 Jahr-Feier Freistatts.

Nov. 1999
Aufgabe der stationären Arbeit in Wilhelmsdorf

26.11 1999
Die v. Bodelschwinghschen Anstalten fassen einen Beschluss zur Neuorganisation der Unternehmensstruktur. Damit soll u. a. ein einheitliches Auftreten am Markt erreicht werden. Wichtigstes Element ist die Neuregelung der Bereiche, d.h. dieselben Angebote, die bisher an einem Ort von unterschiedlicher Seite bereitgehalten wurden, sollen zusammengefasst werden. Innerhalb dieses Prozesses sind folgende Schritte vorgesehen:
1.1.2000 Die Geschäftsfelder Wohnungslosenhilfe und Jugendhilfe werden in der Gebal GmbH zusammengefasst. Die Altenhilfe, bisher von allen Stiftungen angeboten, wird unter einer Geschäftsführung zusammengefasst.
1.1.2001 Fusion der Werkstätten für Behinderte in Bethel und Eckardtsheim. Sie bilden mit anderen Einrichtungen in diesem Bereich das Geschäftsfeld Arbeit/Berufliche Rehabilitation.
1.1.2001 Bildung des Unternehmensbereich Ruhrgebiet bestehend aus der bisherigen Teilanstalt Homborn und dem Fachbereich V (Region Ruhrgebiet) der Teilanstalt Bethel.
1.1.2002 Die Bereiche Psychiatrie und Behindertenhilfe, bisher von Eckardtsheim und Bethel angeboten werden jeweils als ein Unternehmensbereich geführt. Damit wird das bisherige System der Teilanstalten aufgelöst.

2000
Im Jahr 2000 bieten die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in den Schulen und Ausbildungsstellen sowie im Bereich der stationären und teilstationären Hilfe 14 188 Betten und Plätze. Insgesamt sind 11 098 Menschen in Voll- und Teilzeit in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel beschäftigt.

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