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150 Jahre Diakoniestiftung Lazarus in Berlin

„Niemanden und Nichts aufgeben“

Mit einem Festakt feierte die Diakoniestiftung Lazarus in Berlin Mitte ihr 150-jähriges Bestehen. Zu der Jubiläumsfeier kamen nicht nur Mitglieder der Lazarus Anstaltskirchengemeinde, sondern auch Gratulanten aus Diakonie und Politik. Die Predigt des Gottesdienstes, der am Sonntag, 12. Juli, live im Deutschlandfunk aus der Lazarus-Kapelle übertragen wurde, hielt Landesbischof Dr. Markus Dröge.

1865 wurde der Grundstein für ein Krankenhaus gelegt, in dem die armen Menschen im benachbarten Arbeiterviertel behandelt werden sollten. Das war der Beginn der 150-jährigen wechselvollen Geschichte der Stiftung Lazarus. Katastrophale Wohnverhältnisse herrschten in der Gemeinde, in die Wilhelm Moritz Boegehold als junger Pastor kam. „Er wollte sich nicht abfinden mit dem Mangel, mit der sozialen, die so viele Menschen betraf. Er wandte sich den Menschen zu“, teilte Bischof Dröge den Gottesdienstbesuchern und den Hörerinnen und Hörern am Radio mit.

Festgottesdienst in der Lazarus-Kapelle
Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl (l.) im Gespräch mit Diakoniepräsident Pastor Ulrich Lilie
Eine gute Tradition: Zu allen Festen wird die Polizei eingeladen.
Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung LobetalMartin Wulff spricht beim Festakt.
Jan Cantow (v.l.), Jens Fischer, Ulrich Pohl, Karin Bertheau, Ulrich Lilie, Schwester Christa Hübner, Martin Wulff und Dirk Gerstle beim Festakt.
Landesbischof Dr. Markus Dröge hielt die Predigt.

„Niemanden und Nichts aufgeben“ so der Leitspruch von Pastor Boegehold, dem Begründer der Lazarusdiakonie. Und der gelte auch heute noch für die moderne Diakonie, bestätigte Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, beim Festakt. „Der Leitspruch ist uns Verpflichtung und Herausforderung zugleich. Er gilt für alte, kranke und sterbende Menschen gleichermaßen wie für junge Menschen mit Behinderung und Menschen auf der Flucht“, so der Geschäftsführer. 

Zu Lazarus gehören heute ein großes Pflegeheim, Seniorenwohnungen, ein Hospiz und fünf Berufsfachschulen mit christlichem Profil. Seit 2012 ist die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Trägerin der Lazarus-Häuser, die sich in Berlin, Bad Kösen und Waltersdorf befinden. Damit gehört die Lazarusdiakonie zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Die Schwestern beim Gottesdienst.

Der Grundstein des Lazarus-Krankenhauses wurde vor 150 Jahren gelegt. Mehr zur Geschichte der Diakoniestiftung Lazarus in Berlin gibt es hier

 

Fotos: Reinhard Elbracht

 

 

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