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Für das Reformationsjubiläum gezüchtet

95 Apfelbäume der Sorte "Martin Luther"

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieser Satz wird Martin Luther zugeschrieben. Auch wenn nicht gesichert ist, dass der große Reformator dies tatsächlich so gesagt hat, haben die Barnimer Baumschulen in Biesenthal das Zitat wörtlich genommen und 95 Apfelbäume gepflanzt – einen für jede These Luthers.

Zum 500. Jahrestag der Reformation wurde nun die neue Apfelsorte mit Namen „Martin Luther“ herausgebracht. Entsprechend der in Wittenberg veröffentlichten Thesen gab es eine limitierte Erstauflage von 95 Bäumen.

Aufzucht der Luther-Bäume
Aufzucht der Luther-Bäume
Aufzucht der Luther-Bäume
Aufzucht der Luther-Bäume

Seit 2012 wurden die besonderen Apfelbäume in den Barnimer Baumschulen Biesenthal aufgezogen. Die Baumschulen sind ein Betriebszweig der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH. Hier kultivieren Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Sträucher, Alleebäume und Nadelgehölzer sowie eine große Zahl alter Obstsorten. Bei der Aufzucht der jungen Apfelbäumchen „Martin Luther“ stand am Anfang die so genannte Veredelung. Hier wurde ein Trieb, Reiser genannt, auf Wurzeln gesetzt. Die jungen Bäume wurden als biologisch zertifizierte Hochstämme in so genannten Containern gezogen – also nicht gespritzt. Außerdem verwendeten die Baumschulen nur sauberen Kompost und verzichteten auf mineralischen Dünger.

Der „Martin Luther“ ist ein klassischer Herbstapfel. „Sie dürfen eine gelbe Frucht mit rötlichen Bäckchen und ein edles Aroma erwarten“, erläutert Baumschulen-Leiter Andreas Pachali. Der Apfel ist eine neue Sorte mit alten Wurzeln. Als naher Verwandter des „Borsdorfer Apfels“ war er schon zu Luthers Lebzeiten bekannt.

Baumübergabe in Wittenberg
Baumübergabe in Wittenberg

Bereits seit Mai 2013 konnten kirchliche Institutionen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Hotels, Firmen oder Privatpersonen eines der 95 Bäumchen für 500 Euro zeichnen. Mitte Oktober wurden die Apfelbäume an die 95 Subskribenten feierlich in Wittenberg übergeben. Auch die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel konnten Apfelbäume der Sorte Martin Luther in Empfang nehmen.

Pflanzung des Apfelbaumes
Pflanzung des Apfelbaumes

Nach der feierlichen Übergabe gingen die Apfelbäume auf die Reise an Orte zwischen Schwarzwald und Oslo. An ganz unterschiedlichen Standorten setzen sie als Botschafter ein starkes Zeichen der Hoffnung, der Gemeinschaft, des Muts und des Vertrauens. Die Bäume für die Stiftungen Sarepta und Nazareth werden in der Ortschaft Bethel von Hoffnung und Zuversicht predigen. Auch im Garten der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lobetal bekam ein Apfelbäumchen einen Platz. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Pflanzaktion und das 500. Reformationsjubiläum zum Anlass mit einer Andacht, daran zu erinnern, dass Martin Luther, der Legende nach, am 31. Oktober 1517 seine Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt hatte.

Fotos: Denkmal Martin Luther ©Jonathan Schöps – @fotolia.com / Robert Burg / Reinhard Elbracht / Wolfgang Kern

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