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18.04.2017

ARD-Fernsehgottesdienst

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Die Geschichte von Jona ist eine Bethelgeschichte

Der Gottesdienst am Ostermontag in der Zionskirche in Bethel wurde bundesweit in der ARD übertragen. Weil Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Familie unter den Besuchern war, gab es ein erhöhtes Sicherheitsaufkommen rund um den Zionsberg. Sprengstoffhunde waren im Einsatz und Taschen wurden kontrolliert. Trotzdem war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, „wie sonst nur zu Weihnachten“, wie Pastor Ulrich Pohl, Bethels Vorstandvorsitzender, vor Sendebeginn scherzhaft formulierte.


„Auftauchen“ war das Thema des Gottesdienstes. In der Predigt, die die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen; Annette Kurschus, hielt, ging es um den Propheten Jona. Das ist eine Geschichte im Alten Testament. Sie handelt von Jona, der vor Gott weglief und auf der Flucht über das Meer im Bauch eines riesigen Fisches landet. Schülerinnen und Schüler der Mamre-Patmos-Schule hatten zu der biblischen Geschichte Bilder gemalt, die im Altarraum ausgestellt waren.


Die Jona-Geschichte ist eine Ostergeschichte. „Drei Tage und drei Nächte. Im Finstern und in der Tiefe. Im Bauch des Fisches und im Grab. Dann: aufgetaucht“, sagte Pastor Ulrich Pohl. Und ganz ähnliche Erfahrungen haben auch die Menschen gemacht, die im Gottesdienst über ihre Schicksale berichteten. Nicole Theophil, Maria Morgner, Norbert Kunze und Ulrich Kühne kennen schweres Leid und tiefe Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Geborgenheit. Die Lesung hielt der Liedermacher und Schauspieler Klaus Hoffmann. Für die musikalische Gestaltung waren das Vokalensemble der Kantorei Bethel sowie das Bläserensemble Zion zuständig.


Nach exakt 60 Minuten war die Fernsehübertragung zu Ende. Aber die nahezu 500 Besucherinnen und Besucher blieben weiterhin auf ihren Plätzen sitzen. Denn im Anschluss gab es Grußworte und Gratulationen zum 150-jährigen Bethel-Jubiläum. Die Familienministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie und Präses Annette Kurschus würdigten Bethels Engagement für benachteiligte und behinderte Menschen.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt eine Ansprache und sagte: „Tatsächlich ist die Würde des Menschen antastbar, sie ist sogar höchst verletzlich, das hatte Friedrich v. Bodelschwingh verstanden, lange bevor sich Verfassungen für Grundrechte interessierten. Bodelschwingh wusste, dass Menschen ganz unabhängig vom geltenden Recht auf den Respekt und auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Er wollte „dienende Liebe üben“ – und zwar nicht, um Ruhm für sich und seine Kirche zu erringen, sondern – um mit seinen Worten zu sprechen – um aus unglücklichen, verbitterten Menschen gottesfürchtige, glückliche, fröhliche, dankbare Menschen zu machen zur Ehre Gottes, wie er gesagt hat, und zum Besten des Vaterlandes.“



Den Ostergottesdienst gibt es in der ARD-Mediathek (verfügbar bis zum 17.4.2018)

 

epd-Nachrichten vom 18.4.2017

 

 

Fotos: Elbracht, Schulz, Weische

 

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