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Einweihung des Bohnenbachparks in Bethel

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Ein neues Erholungsgebiet für alle Menschen

Bethel ist schön. Davon konnten sich jetzt selbst Skeptiker überzeugen, die den Abriss alter Gebäude und die landschaftliche Umgestaltung mit Sorge verfolgt haben. Mitten durch die Ortschaft Bethel zieht sich nun ein grünes Band vom Maraweg bis zum Hoffnungstaler Weg. Bänke und Sitzsteine laden zum Verweilen ein. Ein Spielplatz auf rotem Grund bildet das Herzstück der Landschaft. Aber das Schönste in diesem Park ist der freigelegte Bohnenbach, der durch das Grün mäandert.

Am Samstag wurde der neu gestaltete Bohnenbachpark eingeweiht. Das Datum war nicht zufällig gewählt. Denn am 13. Mai ist der „Tag der Städtebauförderung“, den die Stadt Bielefeld und Bethel gemeinsam gestalteten. Denn der Bohnenbachpark ist ihr Gemeinschaftsprojekt. 2008 wurde der Wettbewerb „Kernbereich Bethel in Bielefeld“ ausgelobt. Das Entwurfsbüro DeZwarte in Rotterdam bekam den Zuschlag. Der erste Spatenstich war 2014. Nach rund drei Jahren Bauzeit war der Grünstreifen fertig. 

„Zum Glück leben hier in Bethel Menschen, die kritisch sind, und die genau hinschauen“, sagte Ortschaftreferent Fred Müller bei der Eröffnungsfeier. Bei den Bauarbeiten hätte einige Male nachgebessert werden müssen, weil Bürgerinnen und Bürger Einwende hatten. Und auch beim gemeinsamen Rundgang durch den Park am Tag der Eröffnung hakten sie kritisch nach. Zum Beispiel halten einige den kleinen Kanal am Regenrückhaltebecken am Maraweg für einen Gefahrenpunkt für Menschen mit Epilepsie. Denn es gibt kein Schutzgitter über dem Gewässer.

Dennoch - die Stimmung unter den rund 100 Besucherinnen und Besucher war bei sommerlichen Temperaturen ausgezeichnet. Die Cottenfield Dixielanders spielten auf und es gab Ansprachen. Perry Walczok, Rollstuhlfahrer und Experte für barrierefreie Landschaften, bescheinigte den Wegen im Park: „gut zu befahren bis auf ein paar Steigungen, aber sicher eine Attraktion mehr in Bethel“. Die Bezirksbürgermeisterin Hannelore Pfaff war begeistert. „Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus“, sagte sie. Spielen und ausruhen, Eltern, Kinder, Rollstuhlfahrer - sie setze auf die Vielfalt der Besucherinnen und Besucher und ein quirliges Leben, ergänzte sie. Der freigelegte Bohnenbach mit seinen Wasserpflanzen, Trittsteinen und Treppchen lade ein zu „spritzvergnügten Spielideen“. 

Der Bohnenbachpark konnte mit Fördermitteln in Höhe von 3 Millionen Euro im Rahmen des Bund-Länder Programms „Stadtumbau West“ verwirklicht werden. Die reinen Baukosten betragen 3,75 Millionen Euro. Daran beteiligen sich die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und die Stadt Bielefeld zu je 10 Prozent.

Fotos: Christian Weische

 

 

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