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Die neuen Großflächenplakate ab Mitte September

„…weil Superheld kein anerkannter Beruf ist!“

Mit Großflächen-Plakaten machen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel im Herbst wieder öffentlich auf ihre Arbeit aufmerksam. Auf knapp 10.000 Werbeflächen in zehn Bundesländern sind vier verschiedene Motive mit Menschen aus Bethel zu sehen. Sie strahlen Lebensfreude aus; ein flotter Spruch, der mit Redewendungen spielt, ist jeweils mit im Bild. Mit den aktuellen Plakaten betont Bethel Normalität, Selbstbewusstsein und Zufriedenheit im Alltagsleben von Menschen mit Behinderungen. Wie bei vielen, gehören Sport, aktive Freizeitgestaltung oder Kreativität zum Alltag dazu – ganz normal eben. Diese Normalität der Öffentlichkeit „mitzuteilen“, dazu hatten die vier Models richtig Lust und waren gleich engagiert dabei, als vom Dankort die Anfrage zu den Fotoaufnahmen kam. Ebenfalls aus dem Dankort stammen Idee und Gestaltung der Plakate, die seit Mitte September und noch bis in den Dezember zu sehen sind. Die Plakatflächen werden Bethel günstig von einem großen deutschen Außenwerbeunternehmen zur Verfügung gestellt.

Plakatmotiv mit Patrick Clausmeier

Patrick Clausmeier gibt bei der Bethel-Band „Oder so!“ den Takt an. Verlässlich wie ein Uhrwerk bestimmt der junge Mann als Schlagzeuger den Rhythmus. Dabei musiziert er erst seit vier Jahren „so richtig“. Das trommeln liegt dem kreativen jungen Mann im Blut. Am Schlagzeug kann sich Patrick Clausmeier austoben. Wenn er angespannt ist, tut ihm das besonders gut: „Da kann ich richtig die Sau rauslassen“, sagt der quirlige junge Mann und lacht. Mit seiner Band hat er schon viel erlebt. Sogar im Vorprogramm von Heino sind sie aufgetreten. „Das war so super“, erinnert er sich. Der 25-jährige bringt Farbe in die inklusive Pop-Formation „Oder so“, denn bunte Verkleidungen sind seine Leidenschaft. Seit fünf Jahren ist sein zuhause das Haus Regenbogen in der Ortschaft Bethel. Playstation, Pokemon-Poster und viele Stofftiere – sein Zimmer hat er sich so eingerichtet, wie es ihm gefällt. Dazu dröhnt „Modern Talking“ aus den Laptop-Boxen, denn Patrick Clausmeier ist ein Riesenfan des 80er-Jahre-Duos.

Plakatmotiv mit Birte

Während sie stolz ihr Plakat betrachtet, sagt Birte: „Das gefällt mir sehr gut“. Die 24-Jährige freut sich, dass sie bei ihrer Arbeit im Gartenbereich der Werkstatt Eicheneck fotografiert wurde. In der Saison kümmert sie sich hier um Blumen, Gemüse, Kräuter und Salat – alles im weitläufigen Garten der Werkstatt angepflanzt. „Ich finde es toll, so viel draußen zu sein“, erzählt die Bielefelderin, die am liebsten große, bunte Blumensträuße bindet. Das frisch geerntete Gemüse nimmt Birte manchmal mit in ihre Wohngemeinschaft im inklusiven Babenquartier in Bielefeld. Jeden Sonntag kocht sie dort gemeinsam mit ihren acht Mitbewohnern in der großen Gemeinschaftsküche. Die junge Frau mag das Leben in der WG, weil sie dort mit Freunden zusammen ist. Und wenn sie ihre Ruhe haben möchte, kann sie in ihr Zimmer gehen. Dort hört sie am liebsten Musik.

Plakatmotiv mit Marvin Habermann

Marvin Habermann ist ein einfühlsamer und fürsorglicher Junge. Ihm ist es wichtig, dass es seinen Mitmenschen gut geht. Wenn er sieht, dass jemand traurig ist, tröstet er; wenn jemand Hilfe braucht, hilft er. Das funktioniert bei Marvin auch ohne viele Worte. Der Neunjährige kann sich gut in andere hineinversetzen – und er schlüpft gern in fremde Rollen. Zum Beispiel beim Verkleiden und Theater spielen an der Betheler Mamre-Patmos-Schule. Daneben ist Musik eine von Marvins großen Leidenschaften. Wenn sich die Gelegenheit bietet, spielt er auf der Gitarre für seine Mitschüler. In seiner Freizeit geht Marvin gerne Schwimmen oder zum Fußball. Oder er vertreibt sich die Zeit mit seinem Zwillingsbruder Jannick beim Spielen mit ihren Modellautos. 

Plakatmotiv mit Frank Bartelniewöhner

Frank Bartelniewöhner schickt regelmäßig seine Gegner auf die Matte. Der 41-Jährige hat den braunen Gürtel im Judo. Seit seiner Kindheit ist er begeistert von der asiatischen Kampfsportart. „Ich bin Judoka geworden, weil Superheld kein anerkannter Beruf ist“, scherzt er. Einmal pro Woche trainiert er in einem Bielefelder Sportverein. Frank Bartelniewöhner hat große Turniererfahrung. „Mich wirft so schnell nichts um“, sagt er augenzwinkernd. Freude macht ihm auch seine Arbeit in der Holzverarbeitung der Betheler Werkstatt Kracks in Bielefeld-Sennestadt. Seit mehr als 20 Jahren lebt er weitgehend selbstständig in seiner eigenen Wohnung, in der er ambulant unterstützt wird. 

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 Fotos: Christian Weische

© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel