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„Japan-Tag“ erinnert an Kaiserbesuch

Am japanischen Garten trafen sich Christina Rau, Mitglied des Verwaltungsrats, Pastor Ulrich Pohl, die Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Ingeborg von Schubert und Takeshi Yagi.
Am japanischen Garten trafen sich Christina Rau, Mitglied des Verwaltungsrats, Pastor Ulrich Pohl, die Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Ingeborg von Schubert und Takeshi Yagi.

Ein besonderes Ereignis in Bethel wird 25: Am 14. September 1993 besuchte das japanische Kaiserpaar Akihito und Michiko die Bielefelder Ortschaft. An diesen Anlass erinnerte vergangenen Freitag der „Japan-Tag“ am Ausbildungshotel Lindenhof.

Bei der Kaiservisite kam es in den Betheler Häusern immer wieder zu persönlichen Begegnungen. Trotz des straffen Protokolls erhielt Zwischenmenschliches viel Raum.

An den Kaiserbesuch erinnerte sich auch Botschafter Takeshi Yagi gut, der anlässlich des Japan-Tages nach Bethel gekommen war. Als junger Botschaftsangestellter hatte er damals die Reise mit vorbereitet. „In meinem Leben als Diplomat war das ein unvergessliches Erlebnis“, blickte er zurück. Ihn beeindruckten die Begegnungen zwischen dem Kaiserpaar und den Menschen aus Bethel. Als Mitglied des Verwaltungsrats und auch als Zeitzeugin nahm Christina Rau am Japan-Tag teil. Gemeinsam mit ihrem Mann hatte sie 1993 Kaiser und Kaiserin durch Bethel begleitet.

Stefan Czysch versucht sich im Spiel "Odaki".
Stefan Czysch versucht sich im Spiel "Odaki". Fotos: Schulz

Bei strahlendem Sonnenschein bestaunten rund 200 Besucher die Anmut des Kyudo-Bogenschießen, rätselten beim Japan-Quiz, knabberten Matcha-Kekse und stellten beim Stäbchenspiel Odaki ihre Geschicklichkeit unter Beweis. Origami forderte Fingerfertigkeit und Geduld: 28 Mal muss ein Stück Papier gefaltet werden, bis es sich in einen Kranich verwandelt hat. Nicht weniger herausfordernd war die Kunst der Kaligrafie, in die Fumi Kure Neugierige einweihte.

Auch Wissensdurstige kamen auf ihre Kosten: Professor Dr. Takashi Hashimoto, Autor mehrerer Bethel-Bücher, steuerte einen Vortrag über die Geschichte der Behindertenhilfe in Japan bei. Außerdem las der Japanologe Prof. Dr. Peter Panzer Gedichte, die die japanische Kaiserin geschrieben und die er ins Deutsche übersetzt hat. Vor dem Lindenhof brachte Gesa Neuert den Besuchern den japanischen Garten nahe, den es seit 2003 in Bethel gibt.


Einen bildreichen Überblick auf Kontakte, Begegnungen und Aktivitäten aus mehr als 100 Jahren "Bethel und Japan" finden Sie hier

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