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Ausstellungseröffnung in Groß Bethel

"Wir sind viele"

Menschen aus Bethel.
Fotografiert von Jim Rakete

Die Fotoausstellung „Wir sind viele“, für die der prominente Fotograf Jim Rakete Menschen aus Bethel fotografiert hat, ist jetzt im Haus Groß Bethel, Bethelweg 8, in der Ortschaft Bethel zu sehen. Anlässlich des 150-Jährigen Bestehens der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel im Jahr 2017 sind die großformatigen eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bilder entstanden. Im Haus Groß Bethel haben die Bilder jetzt ihren Ort in Bethel gefunden.

Die Ausstellung stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die sonst um Aufmerksamkeit in der Gesellschaft kämpfen müssen und für die Bethel seit 1867 da ist. Menschenwürde ist unteilbar. Alle Menschen sollten gleichermaßen Teil der Gesellschaft sein, egal ob behindert oder nicht behindert, ob mehr oder weniger begabt. Gemäß diesem Anspruch leben heute viele Menschen mit Einschränkungen in unserer Gesellschaft, sie und ihre Interessen und Lebenslagen gilt es wahrzunehmen. 

Für das Projekt begeisterte sich der Fotograf Jim Rakete, der durch seine großen Schwarz-Weiß-Porträts von Musikern, Schauspielern, Politikern und anderen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte international bekannt ist. „Wir sind viele“ wurde erstmalig als offizielle Ausstellung des Deutschen Bundestages vom 17. Januar bis 10. Februar 2017 im Paul-Löbe-Haus zwischen Reichstag und Kanzleramt in Berlin gezeigt. Die Eröffnungsrede hielt Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt. Die Ausstellung war im Bethel-Jubiläumsjahr 2017 außerdem in der Zentrale der Diakonie Deutschland in Berlin und auf der Messe ConSozial in Nürnberg zu sehen.

Die 50 Porträtierten kommen aus den verschiedenen Regionen und Arbeitsbereichen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. 170 Menschen hatten sich bethelweit für das einzigartige Jubiläumsprojekt beworben, nicht alle konnten dabei sein. An insgesamt sieben Shooting-Tagen im Spätsommer 2016 entstanden die Fotos. Jim Rakete hat sich zu 50 Menschen auf den Weg gemacht, nach Bethel und Eckardtsheim, nach Hannover und Freistatt, Dortmund und Hagen, nach Berlin, Lobetal und Blütenberg. Er hat sie zu Hause besucht, in den Werkstätten, an ihren Lieblingsplätzen – dort wo sie sind. Die Fotografien von Menschen aus Bethel haben das gesamte Jubiläumsjahr begleitet. Sie waren auch in zahlreichen Zeitungen zu sehen, unter anderem auf der Seite 1 des Feuilletons der FAZ, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in einem Chrismon Spezial und auf über sieben Seiten im Stern.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Während es an den Bildern in der Ausstellung jeweils nur die Namensangabe und das Alter der Porträtierten gibt, enthält der Katalog Texte zu allen Abgebildeten. Da geht es um Lebensgefühl, Interessen, aber auch besondere Lebensstationen oder Wünsche; Handikaps stehen, wie bei den Fotos selbst, nicht im Vordergrund. Der Katalog ist zweigeteilt in normale und leichte Sprache.

Das Haus Groß Bethel gehört zu den geschichtsträchtigsten Gebäuden in Bethel. Schon bald nach der Eröffnung der Anstalt für Epileptische 1867 wurde es als Neubau für rund einhundert Patienten geplant. Nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte das Haus am 12. September vom neuen Leiter der Anstalt, Pastor Friedrich von Bodelschwingh, eingeweiht werden und erhielt seinen Namen „Bethel“. Der gefiel Bodelschwingh so gut, das er ihn kurz darauf der ganzen damaligen „Anstalt für Epileptische“ gab und das Haus wurde zu „Groß-Bethel“. Heute sind im Haus Groß Bethel die Fachhochschule der Diakonie, die Diakonische Bildungsstätte und das Institut für Diakonie-Wissenschaft untergebracht.

Die Bilder sind im Haus Groß Bethel, Bethelweg 8, an Werktagen von 9 bis 17 Uhr in den Fluren und Seminarräumen zu sehen. Gruppen melden sich bitte unter 0521 / 144-3512 an. 

 

Fotos: Reinhard Elbracht/Paul Schulz

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