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01.12.2020

Hoffnungstaler Werkstätten: Adventskranz für den Deutschen Bundestag


Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, zünden die erste Kerze an.

Fotos: Lobetal

Tradition hat die Übergabe des Wichernschen Adventskranzes durch die Diakonie Deutschland an den Präsidenten des Deutschen Bundestages in der Woche vor dem ersten Advent. Dieser besondere Adventskranz mit 26 Kerzen wurde vom Zierpflanzenbau der Hoffnungstaler Werkstätten gestaltet und von der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal gestiftet. In diesem Jahr überreichte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie den Kranz Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth. Gemeinsam haben sie die erste Kerze entzündet.

Der Adventskranz hat seinen Ursprung im Rauhen Haus in Hamburg-Horn. Das Rauhe Haus wurde 1833 von Johann Hinrich Wichern, dem großen evangelischen Sozialreformer und Kirchenvater des 19. Jahrhunderts, gegründet. Wicherns pädagogische, vor allem aber seine missionarischen und sozialpolitischen Ideen und Aktivitäten zogen über Hamburg hinaus Kreise und gaben 1848 auf dem Wittenberger Kirchentag den Anstoß zur Gründung der "Inneren Mission", dem Vorläufer all dessen, was heute als Diakonie bekannt ist.

Das Rauhe Haus wurde als Heim für „verwahrloste“ Jugendliche gegründet. Um den Kindern und Jugendlichen das Warten auf Weihnachten einfacher zu machen, kam Wichern auf die Idee des Adventskranzes. Am ersten Advent des Jahres 1839 hing im Betsaal des Rauhen Hauses der erste Adventskranz der Welt, ein Holzkranz gefertigt aus einem alten Wagenrad.

Seit etwa 1860 wird der Adventskranz aus Tannengrün hergestellt. Charakteristisch ist der Kranz mit vier großen Kerzen für die Adventssonntage und kleinen Kerzen für die Wochentage. Die bürgerlichen Wohnstuben, in die der Kranz rasch Einzug gehalten hat, geben nicht ganz so viel Platz her. Daher sind heute meistens nur noch vier Kerzen auf dem Adventskranz in Gebrauch.


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