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22.10.2013

10. Dreiländerkongress „Pflege in der Psychiatrie“ in Bethel


Angeregter fachlicher Austausch: Professor Dr. Michael Schulz und Michael Löhr von der Fachhochschule der Diakonie, Petra Krause, Pflegerische Abteilungsleitung, und EvKB-Pflegedirektor Christoph Schmidt freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.

Setzt auf das „Prinzip Hoffnung“: Professor Dr. John Cutcliff. Fotos: Paul Schulz

Hoffnung ist das Versprechen, dass sich Dinge ändern können

„Ohne Hoffnung sind alle Anstrengungen sinnlos“, ist Prof. Dr. John Cutcliff überzeugt. Der US-Wissenschaftler, Hauptredner des zehnten Dreiländerkongresses für Psychiatrische Pflege, setzt auf das „Prinzip Hoffnung“ als „Schlüsselkonzept“ im Heilungsprozess eines psychisch kranken Menschen.

Unter dem Titelthema „Blick zurück nach vorn“ trafen sich am 18. und 19. Oktober Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie eine Vielzahl internationaler Gäste in Bielefeld-Bethel zu einem angeregten fachlichen Austausch. Veranstalter des Dreiländerkongresses waren die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die zum Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) gehört, und die Fachhochschule der Diakonie.

„Hoffnung ist nichts anderes als das Versprechen, dass sich Dinge ändern können“, so Prof. Dr. John Cutcliff bei seiner Rede im voll besetzten Assapheum. Doch leider sei diese optimistische Haltung in der Fachwelt quasi nicht bekannt, weder auf politischer Ebene, noch in den einschlägigen wissenschaftlichen Diskursen oder in den Publikationen der Weltgesundheitsorganisation. Hier ging der Wissenschaftler mit seinen Kollegen streng ins Gericht: „Oft werden Patienten als „chronisch“ oder „unheilbar“ abgeschrieben. Gleichzeitig erwartet man von ihnen, dass sie die Motivation aufbringen, wieder gesund zu werden.“

Deshalb habe sich die Fachwelt der Frage zu stellen, wie eine Umwelt geschaffen werden könne, die hoffnungsvoll, sicher und human sei. Auch die Pflegenden im Krankenhaus müssen dies im Blick behalten. Schließlich prägen menschliche Beziehungen diese „Umwelt“ ganz wesentlich.


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