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31.01.2012

100 Hilfsgüterfahrten nach Osteuropa


Zufall: Auf seiner 100. Fahrt wurde Martin Braune (m.) von denselben Reisegefährten begleitet wie bei seiner ersten, Johanna Braune und Kfz-Meister Friedhelm Orscheg. Foto: Steffen Schlandt

Vom Spannbettlaken bis zur Großküche

Soeben ist Diakon Martin Braune von seiner 100. Fahrt aus Osteuropa zurückgekehrt. Diesmal ging es mit Bettwäsche und einem VW-Bus nach Rumänien. Die Hilfsgüter waren für ein Hospiz und ein soziales Projekt in Kronstadt bestimmt. Seine 100. Fahrt nach Osteuropa führte ihn in das Land zurück, in dem vor 20 Jahren alles begann. Als er seine Frau, Johanna Braune, 1992 ins rumänische Herrmannstadt (Sibiu) begleitete – sie bildete im Auftrag des Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland Altenpflegerinnen aus -  war Martin Braune erschrocken über die Zustände in Rumänien. „Ich empfand es als meine Christenpflicht, etwas zu unternehmen“, betont der Sozialarbeiter im Ruhestand.

Weil sowohl die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel als auch Martin Braune immer öfter um Unterstützung für Alten- oder Behindertenhilfeeinrichtungen in der Ukraine, in Bulgarien, Rumänien oder Bosnien angefragt wurden, ging auf Wunsch des Vorstands in Bethel das Projekt Osteuropa-Hilfen an den Start. Bis heute werden darüber die Hilfen koordiniert, Sach- und Geldspenden gesammelt und Transporte organisiert. Über 100 LKWs mit Hilfsgütern hat Martin Braune bisher auf den Weg gebracht und rund 50 Fahrzeuge, die den Osteuropa-Hilfen gespendet wurden, an bedürftige Einrichtungen verschenkt.

Vieles hat sich mittlerweile zum Guten gewendet, wie im bulgarischen Tvardiza. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in dem Ort befindet sich in einem renovierten Haus mit ansprechender Ausstattung. „Vor zehn Jahren lebten dort in einem ehemaligen Munitionsdepot hunderte Behinderte im Massenelend“, so Martin Braune.

Aufhören kommt für den 77-jährigen Bethel-Diakon nicht infrage. Die nächsten Projekte sind bereits geplant: Eine Fortbildung für Mitarbeitende in einer Klinik für Menschen mit Muskelschwunderkrankungen in Rumänien und die Überführung einer in Deutschland ausgedienten Großküche für eine 500- Betten- Psychiatrie in der Ukraine.

 


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