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09.11.2015

12. Forum Diakoniewissenschaft


Fotos: Reinhard Elbracht

Zwischen Kooperation und Wettbewerb

Bielefeld-Bethel. „Wie lassen sich Kooperation und Konkurrenz vereinbaren?“ Diese Frage führte rund 120 Wissenschaftler und Fachleute aus ganz Deutschland zum 12. Forum Diakoniewissenschaft nach Bethel. Unter dem Titel „Co-opetition – Zwischen Kooperation und Wettbewerb in der Diakonie“ gab es in der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel Vorträge und Diskussionen, in denen Wettbewerb vor allem als Instrument verstanden wurde, dessen Wirkungen und Zwecke es in der zukünftigen Sozialwirtschaft wahrzunehmen gilt.

„Co-opetition ist die positive Vision der Gleichzeitigkeit von Kooperation und Konkurrenz“, erklärte Prof. Dr. Werner Schöning von der Katholischen Hochschule NRW in Köln. In seinem Vortrag ging er auf die zunehmenden Konkurrenzstrukturen bei gleichzeitiger Kooperation in der Sozialwirtschaft ein. „Um mit Ihnen erfolgreich umzugehen, sollte zunächst der Widerspruch von Kooperation und Konkurrenz reflektiert werden“, sagte er. Während Kooperation geplant sei und ein Ziel habe, sei Konkurrenz eine spontane Ordnung ohne Ziel. Deshalb, so Schöning, müsse die Sozialwirtschaft versuchen, das Beste aus beiden Modellen zu kombinieren, um "Co-opetition " eine Chance zu geben. Auf diesen Aspekt ging auch Prof. Dr. Hannes-Stephan Haas, Vorstandsvorsitzender der Ev. Stiftung Alsterdorf, in seinem Vortrag ein. „ Co-opetition kann nur gelingen, wenn die Sozialwirtschaft ihre Organisation umbaut“, sagte er. Dann habe das Modell ein großes Entwicklungspotential, das eine neue Verantwortung für Mitarbeitende bringen kann.

Nach den intensiv diskutierten Hauptvorträgen gab es weitere Statements zu dem Thema. Eva-Maria Armbruster, Stellv. Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werk Württemberg, Drs. Peter Nouwens, CEO der Stiftung Prisma aus den Niederlanden, und Pfr. Martin Wehn, Theologischer Vorstand  der Diakonie Mark-Ruhr gGmbH, machten in ihren Statements deutlich, dass die Basis für Co-opetition geschaffen ist. Kooperation und Wettbewerb bieten gute Chancen und seien erforderlich für die Weiterentwicklung diakonischer Dienstleistung.


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