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23.07.2012

15 Tonnen High-End-Diagnostik am Kran


2,5 Tonnen am Haken: Das Definition-Flash-CT wird mit Hilfe eines Krans auf ein Gerüst gehievt.

Stolz auf moderne Ausstattung und ein gelungenes Projekt: Prof. Dr. med. Günther Wittenberg, Chefarzt des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Kinderradiologie, Jürgen Käller, Bauleiter und planender Architekt, Friedhelm Niehues, Leiter Technik und Bauwirtschaft im EvKB. Fotos: Manuel Bünemann

Radiologie im EvKB erhält neue Geräte

Die Radiologie im Ev. Krankenhaus Bielefeld erhält drei neue hochmoderne Großgeräte. Zwei neue Kernspintomographen (MRT) und ein besonderer Computertomograph (CT) erlauben zukünftig schnellere Diagnosestellungen in allen Bereichen des menschlichen Körpers. Auf besondere Weise verlief am Montag, den 23. Juli, auch die Anlieferung.

Vor dem Neubau am Haus Gilead I wurden die drei Geräte mit Hilfe eines Krans über die Höhe eines Stockwerks angehoben und vor einer Wandöffnung auf ein Baugerüst befördert. „Diese Beförderung fand unter engsten räumlichen Bedingungen statt“, resümiert Friedhelm Niehues, Leiter der Technik und Bauwirtschaft im EvKB. Die Großgeräte haben ein Gewicht von insgesamt zirka 15 Tonnen und einen Gesamtwert von sechs Millionen Euro. Auf Rollen nahm der Transport seine Fortsetzung durch die Öffnung ins Innere des Gebäudes. Dort angekommen, erwartete den Computertomographen sogleich seine teilweise Demontage für seinen sicheren Transport an seinen endgültigen Aufstellungsort, wo er bald darauf wieder zusammengesetzt wird.

„Die neuen Geräte machen Aufnahmen in höherer Auflösung als bisher. Dadurch können wir Befunde, die für uns bislang nicht sichtbar waren, sichtbar machen“, erklärt Prof. Dr. med. Günther Wittenberg, Chefarzt des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Kinderradiologie im EvKB. Mit dem neuen 3-Tesla-MRT lassen sich beispielsweise Nervenleitbahnen des Gehirns darstellen, was für die neurochirurgischen Eingriffe einen großen Informationsgewinn bedeutet. Ein sogenannter Definition Flash-CT erhielt seinen Namen durch seine Aufnahmen, die er blitzschnell erstellt. „Durch die ultraschnelle Bildgebung können wir zum Beispiel bei Kindern häufig Narkosen vermeiden. Das Gerät erlaubt auch eine Reduktion der Strahlendosis“, sagt Prof. Wittenberg. Es handelt sich um das zweite CT-Gerät in Gilead, wodurch zukünftig Ausfallzeiten vermieden werden können, wie sie zum Beispiel bei Wartungsarbeiten vorkommen. „Wir können auf diese Weise rund um die Uhr über das ganze Jahr Traumapatienten versorgen“, so der Chefarzt.

Dass nun die Anlieferung der neuen Großgeräte stattfinden konnte, ist auch ein Zeichen dafür, dass der Neubau der Radiologie in Bethel bald beendet sein wird. Jürgen Käller, Bauleiter und planender Architekt, hatte es während des Projekts mit erschwerenden Bedingungen zu tun: „Der Krankenhausbetrieb muss während der Bauarbeiten zu 100 Prozent gewährleistet sein. Zudem darf die Baustelle, die sich unterhalb des OP-Bereichs befindet, die Operationen keinesfalls durch Lärm oder Erschütterungen beeinträchtigen.“ Im Herbst sollen die Bauarbeiten an der Radiologie beendet sein. Dann kann auch die neue High-End-Diagnostik in Betrieb genommen werden.

 


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