v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
 
Spenden
Suchen
29.01.2014

20 Millionen Euro vom Land für den Krankenhausbereich


Für die Diagnostik bei Patienten mit Schlafstörungen, wie dem 21-jährigen Georg A., verfügt Prof. Dr. Martin Holtkamp (r.) nun über eine „Neurologische Schlafmedizin“.

Die bildgebende Diagnostik wurde im Zuge des Umzugs modernisiert und erweitert.

Das denkmalgeschützte „Haus 2“ ist der neue Standort des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg auf dem Campus des KEH. Fotos: Gunnar Kreutner

Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg umgezogen

Berlin-Lichtenberg/Bielefeld-Bethel. Das Epilepsie-Zentrum Berlin Brandenburg ist auf dem Gelände des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg umgezogen. Dafür wurde das denkmalgeschützte „Haus 2“ als neuer Standort saniert. Zusätzlich wird das ehemalige Gebäude auf dem Campus umgebaut und modernisiert. Für das Projekt kann die Einrichtung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel 20 Millionen Euro Fördermittel vom Land Berlin für den Krankenhausbereich aufwenden. Weitere 1,8 Millionen Euro aus Eigenmitteln werden in die Modernisierung des Instituts für Diagnostik der Epilepsien investiert.

Der bisherige Standort des Epilepsie-Zentrums Berlin-Brandenburg im „Haus 4“ auf dem KEH-Campus entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Vor allem die Patienten profitieren von den neuen Räumlichkeiten im benachbarten „Haus 2“ und einigen technischen Innovationen – insbesondere im Bereich der Diagnostik.

Durch den Umbau und die Renovierungsarbeiten wurde es möglich, für die Patienten jetzt ausschließlich Ein- oder Zweibettzimmer anzubieten. Gegenwärtig verfügt das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg über 50 stationäre Betten – genauso viele wie vor dem Standortwechsel. Mittelfristig ist allerdings geplant, die Bettenzahl um zehn Plätze zu erhöhen. Die Ausweitung auf damit insgesamt 60 Betten wird in den nächsten Monaten für den Krankenhausplan 2015/2016 verhandelt.

Der Gebäudewechsel wurde gleichzeitig genutzt, um einige Bereiche grundlegend zu modernisieren – so wie das Institut für Diagnostik der Epilepsie (IDE). Gemeinsam mit der Berliner Charité betreibt das Institut ein Epilepsie-Programm für Menschen mit schwer behandelbaren Epilepsien. Jedes Jahr werden in diesem Programm rund 120 Patienten im prächirurgischen Monitoring untersucht. „Für das Video-EEG-Monitoring haben wir nun die technische Infrastruktur grunderneuert“, sagt Prof. Holtkamp.

Neu sind auch zwei Plätze für den neuen Bereich „Neurologische Schlafmedizin“, die so genannte „Polysomnographie“. An den Schlafplätzen werden Menschen mit neurologischen Schlafstörungen mit Hilfe eines erweiterten Video-EEGs überwacht, um zum Beispiel festzustellen, ob epileptische Anfälle die Schlafstörungen auslösen könnten. Speziell für diesen Bereich werden zwei neue Mitarbeitende von der Berliner Charité im IDE beschäftigt.


© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel