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05.07.2013

25 Jahre Werkstatt Grabe


Die Werkstatt-Beschäftigte Birgit König (vorne) sowie (v. l.) Gruppenleiterin Marlies Becker und Ulrich Etgeton informierten Hannelore Grabe und den ehemaligen Brackweder Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz über die Arbeit in der Werkstatt.

Zahlreiche Nachbarn, Freunde und Angehörige feierten das Jubiläum im Hof der Werkstatt Grabe. Fotos: Elbracht

Erste dezentrale Werkstatt feierte Jubiläum

Als erste dezentrale Werkstatt außerhalb der Ortschaft Bethels wurde vor 25 Jahren die Werkstatt Grabe am Stadtring in Bielefeld-Brackwede eröffnet. Die Einrichtung von Bethel.proWerk feierte das Jubiläum jetzt mit einem großen Sommerfest mit Kutschfahrten, einem Blasorchester, einer „Talkshow“, vielen Spielen, einem großen Wildschweinessen und dem Clown „Krawalli“.

Der Werkstattstandort in einem gewachsenen Bielefelder Stadtteil sollte den Beschäftigten mehr Selbstständigkeit und eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. „Rückblickend war das genau die richtige Weichenstellung“, findet der heutige Abteilungsleiter, Ulrich Etgeton. Die Beschäftigten fühlten sich in den umliegenden Geschäften und Apotheken sowie in der Nachbarschaft wahrgenommen und respektiert, wie andere Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils. „Sie werden hier so genommen, wie sie sind. Das ist ein Schritt in Richtung gelebter Inklusion“, stellt er fest.  Außerdem kämen heute nur noch etwa 30 Prozent der behinderten Beschäftigten aus der Ortschaft Bethel. Fast 40 Prozent seien aus Brackwede, Quelle oder der Senne. Die übrigen 30 Prozent der behinderten Mitarbeitenden wohnen in anderen Bielefelder Stadtteilen und kommen hierher zur Arbeit.

Die Werkstatt Grabe in dem Gebäude einer ehemaligen Textilfirma gehört zu Bethel.proWerk. Die Räume mit einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern werden von der Brackwederin Hannelore Grabe vermietet, die sich darüber hinaus sehr für die Werkstatt und ihre Beschäftigten engagiert. Ursprünglich war die Werkstatt mit 125 Plätzen geplant. Im Laufe der Jahre wurde sie auf gegenwärtig 160 Plätze erweitert. Die Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und psychischen Erkrankungen arbeiten überwiegend in der Verpackung und Montage für unterschiedliche Industrie-Unternehmen.


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