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26.10.2015

4. Fachtag Altenhilfe zum Thema Lebensende


An der Diskussion beteiligten sich v.l. Ulrike Lübbert (Leiterin stationäres Hospiz „Haus Zuversicht“), Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, Prof. Dr. Andreas Heller und Ulrich Strüber (Direktion Sarepta/Nazareth). Foto: Paul Schulz

Warnung vor dem zertifizierten Sterben

„Ende gut –alles gut?“ – so der Titel des 4. Fachtags Altenhilfe in der Neuen Schmiede in Bethel. Ein öffentliches Grübeln wurde den über einhundert Besucherinnen und Besuchern angekündigt. Wer grübelt, hat Sorgen. Und das trifft für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenhilfe wahrhaftig zu. Damit sind sie jedoch nicht alleine. Denn alle Fachkräfte in Bethel, die Menschen am Ende ihres Lebens hospizlich und palliativ begleiten, befürchten eine erhebliche Verschlechterung der Rahmenbedingungen und eine zunehmende Bürokratisierung des Sterbens.

Die Referenten des Fachtags konnten ihnen die Sorgen nicht nehmen - ganz im Gegenteil. Professor Dr. Reimer Gronemeyer, Theologe und Soziologe, ist ein scharfer Kritiker des  „qualitätskontrollierten Sterbens“ und mahnte deshalb zur Umkehr an. „Jagen sie die Standardisierung und Qualitätskontrolle zum Teufel. Solche Ausdrücke kommen aus der Automobilindustrie. Da gehören sie hin, nicht ans Sterbebett“, so der 76-Jährige.


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