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13.09.2018

Fünf Jahre Ethikkomitees in Altenhilfe und Pflege


Engagement für ethische Themen: Prof. Dr. Ralf Stoecker (v. l.), Bethel-Vorstand Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong, Anette Adam, stellvertretende Vorsitzende, und Winfried Böttler, Vorsitzender des Ethikkomitees Altenhilfe und Pflege in Berlin/Brandenburg/Sachsen/Sachsen-Anhalt, Pastorin Dr. Petra Pfaff, Vorsitzende, und Tanja Siewert, stellvertretende Vorsitzende des Ethikkomitees für Niedersachen und Bremen sowie Lars Kozian, Vorsitzender des Ethikkomitees für Nordrhein-Westfalen.

Prof. Dr. Ralf Stoecker hat den Festvortrag zum Thema „Würde bis zuletzt – ethische Herausforderungen in einer alternden Gesellschaft“ gehalten. Fotos: Paul Schulz

Zu einem Fachtag anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Ethikkomitees in Altenhilfe und Pflege haben sich Mitglieder und Interessierte auf Einladung von Bethel-Vorstand Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong in der Neuen Schmiede in Bielefeld-Bethel getroffen. Die insgesamt drei Komitees sind für die Regionen Berlin/Brandenburg/Sachsen/Sachsen-Anhalt, Niedersachsen/Bremen sowie Nordrhein-Westfalen zuständig. 

Dr. Johanna Will-Armstrong dankte den Beteiligten für ihr Engagement und ihre Pionierarbeit: „Ohne Ihr Mittun im Ehrenamt oder aus der beruflichen Verantwortung in Altenhilfe und Pflege heraus wäre diese Qualitätsentwicklung in Bethel nicht so möglich gewesen.“ 2013 wurden die drei Ethikkomitees im Auftrag des Bethel-Vorstandes und des Fachausschusses Altenhilfe gegründet. Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen können bei ihnen Hilfe in ethischen Fragestellungen erhalten, die interdisziplinär zusammengesetzten Komitees vermitteln auch zwischen Klienten, Angehörigen und Pflegepersonal.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Würde bis zuletzt – ethische Herausforderungen in einer alternden Gesellschaft“ stellte Dr. Ralf Stoecker, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld, heraus, wie kompliziert und facettenreich Interpretationen des Begriffs „Würde“ ausfallen können – und wie schwierig es deshalb sei, eine eindeutige Definition zu finden. Die Würde eines Menschen hänge, so sein Schluss, „ganz wesentlich von der respektvollen Haltung der Menschen drumherum“ ab. Deshalb sei die Arbeit der Ethikkomitees besonders wichtig. 

In Arbeitsgruppen hatten die Mitglieder der Komitees Gelegenheit, sich zu Herausforderungen, Entwicklungen, Themen und Werten ihrer Arbeit auszutauschen. Als Wunsch für die Zukunft mehrfach genannt wurde die engere Vernetzung der Komitees untereinander, um einen kontinuierlichen Erfahrungs- und Ideenaustausch zu gewährleisten.


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