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22.03.2019

80 Teilnehmer bei Auftaktveranstaltung


Gut vernetzt: Franz Schaible, Stiftung Solidarität, Wolfgang Baum, Sprecher des Beirats für Behindertenfragen der Stadt Bielefeld und Evelin Krüger, Projektleitung „Kulturöffner“ aus Bethel (v.l.), bauen gemeinsam Barrieren ab.

Mittendrin: In der WissensWerkStadt Bielefeld kam das Netzwerk Bielefeld barrierefrei" erstmals zusammen. Fotos: Christian Weische

"Netzwerk Bielefeld barrierefrei" kämpft gegen Hürden im Alltag

Bielefeld-Bethel. Täglich begegnen Menschen mit Einschränkungen vielen Hindernissen. Manch einer kann schlecht laufen oder schlecht sehen, andere haben nur wenig Geld oder Ängste in größeren Menschenmengen, wieder andere können nicht lesen oder Treppenstufen überwinden. All das führt schnell dazu, dass man ausgeschlossen wird oder sich ausgeschlossen fühlt. Um Teilhabe im Stadtleben für alle möglich zu machen, hat sich nun das „Netzwerk Bielefeld barrierefrei“ gegründet. Das Bündnis möchte Menschen mit Einschränkungen vor allem den Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten erleichtern.

Gut 80 Teilnehmer kamen auf Einladung des Projekts „Kulturöffner“ zum Auftakt in die WissensWerkStadt, darunter Kulturschaffende, Konzertveranstalter, Vertreter der städtischen Dezernate und Ämter, Anbieter der Erwachsenenbildung, Beiratsmitglieder, Ehrenamtliche und viele der betroffenen Nutzer.

„Wir wollen, dass die tollen Angebote, die es in der Stadt Bielefeld schon gibt, ohne Barrieren für alle Bielefelder zugänglich werden“, sagt Pastorin Dr. Johann Will-Armstrong, Vorstandsmitglied der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Bethel unterstützt das Netzwerk genau wie die Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut, die zusammen im Projekt Kulturöffner kooperieren. Das Projekt, das bis 2020 von der Aktion Mensch gefördert wird, hat bereits durch Testläufe mit Betroffenen zahlreiche Hürden im Alltag identifiziert und über ein Assistenten-Netzwerk vielen Menschen Kulturerlebnisse ermöglicht, die sich beispielsweise alleine nicht ins Theater oder auf ein Konzert getraut hätten. Projektleiterin Evelin Krüger aus dem Kulturzentrum Neuen Schmiede in Bethel will nun Mitstreiter für diese wichtige Arbeit gewinnen. „Das Projekt Kulturöffner läuft nur noch bis zum kommenden Jahr, darum rufen wir das ,Netzwerk Bielefeld barrierefrei‘ ins Leben, um uns mit breiterer Unterstützung nachhaltig für die Barrierefreiheit einzusetzen.“

Viele Ideen und Wünsche brachten die Netzwerker schon beim ersten Treffen ein: Programmhefte und Kulturveranstaltungen in leichter Sprache, verbesserte Wegeleitsysteme, Plattformen für vergünstigte Tickets aus Restkontingenten, maßgeschneiderte Bildungsangebote für langsames Lernen, Shuttletransfers zu Veranstaltungen und ein Ampelsystem auf Webseiten, das schon im Vorfeld den Grad der Barrierefreiheit einer Veranstaltung einordnet.

Eingeladen, im „Netzwerk Bielefeld barrierefrei“ mitzuarbeiten, sind alle Akteure der Kultur, der Erwachsenenbildung und der sozialen Arbeit in Bielefeld. Wer bei der Auftaktveranstaltung nicht dabei sein konnte, ist beim zweiten Netzwerktreffen herzlich willkommen: 18. September 2019, 14 bis 16:30 Uhr, Freizeit- und Kulturzentrum Neue Schmiede, Handwerker Str. 7, 33617 Bielefeld. Fragen und Anmeldungen zum Netzwerk: Evelin Krüger, Tel. 0521-144 5571 oder evelin.krueger[at]bethel.de


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