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14.03.2019

Altenpflege im Quartier


Beim gemeinsamen Kaffeetrinken mit Bewohnern und Tagesgästen kam die Ministerin auch mit dem 91-jährigen Hans Wesselmann ins Gespräch.

Diakon Jochen Blanke, Leiter des Pflegezentrums Lohmannshof, erklärte das Konzept der Einrichtung.

Wilfried Wesemann, Geschäftsführer des Stiftungsbereichs Altenhilfe in der Region Bielefeld/Ostwestfalen (v. l.) im Gespräch mit Ministerin Ina Scharrenbach und Bethel-Vorstand Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong. Fotos: Christian Weische

NRW-Ministerin besucht Pflegezentrum am Lohmannshof

Über zukunftsweisende Ideen für eine stadtteilintegrierte, dezentrale Altenpflege informierte sich Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, bei einem Besuch des Pflegezentrums Lohmannshof in Bielefeld. Dort erprobt Bethel, wie sich Altenpflegeeinrichtungen über das stationäre Angebot hinaus zu Anlaufstellen für die Tagesgestaltung und Versorgung älterer, pflegebedürftiger Menschen in ihrem Wohnquartier entwickeln können.

Zu besseren Integration in den Stadtteil hatte sich die Betheler Altenhilfe schon beim Bau der 2005 eröffneten Einrichtung für eine Lage mitten im Wohngebiet entschieden. Darüber hinaus kooperiert das Pflegezentrum eng mit dem lokalen Nachbarschaftsnetzwerk und bietet Anwohnern die Teilnahme an Freizeitangeboten an. „Menschen müssen einen Raum haben, um sich begegnen zu können“, sagte Ministerin Scharrenbach. Deshalb seien Einrichtungen wie das Pflegezentrum Lohmannshof ungeheuer wichtig für das Quartier. Das Haus liege mitten im Wohngebiet – und damit auch mitten im Leben.

Neben 76 stationären Altenpflegeplätzen bietet das Pflegezentrum Lohmannshof seit 2016 auch integrierte Tagespflegeplätze an. Sie wurde im Rahmen des Forschungsprojektes „Pflege stationär – Weiterdenken!“ geschaffen, für das Bethel mit ähnlichen Einrichtungen anderer Träger kooperiert. Dabei haben die Tagesgäste von montags bis freitags die Möglichkeit, an Betreuungsangeboten des Pflegezentrums teilzunehmen, gegen Abend kehren sie in ihre eigenen Wohnungen zurück. So soll ihnen zum einen ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben auch im hohen Alter ermöglicht werden, zum anderen soll das Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger beitragen.


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